Bei der Klangqualität kann Sonos noch aufholen

Der Move hat zwei digitale Verstärker der Klasse D, einen nach unten gerichteten Hochtöner, der hohe Frequenzen gleichmäßig im Raum verteilen soll und einen Mitteltöner, der tiefe und satte Bässe verspricht. Wir haben den Move gegen Apples Homepod in einem Blindtest gegeneinander antreten lassen. Die beiden Mono-Lautsprecher stecken in einem ungefähr gleich großen Gehäuse. Der Move ist höher, dafür hat der Homepod etwas mehr Umfang.

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Der Move von Sonos unterlag dem Homepod im Grunde bei allen Stilrichtungen. Ganz gleich, ob wir Jazz, Rock, Pop oder Klassik anhörten, immer war das Resultat das Gleiche: Uns gefiel das Klangbild des Homepod besser, der einen für diese Lautsprechergröße beeindruckenden Tiefbass erreicht. Dabei trennt der Apple-Lautsprecher die Bässe extrem gut. In dieser Disziplin unterliegt der Move, der lediglich im Mittenbereich mehr zu bieten hat als der Homepod.

Der schwächere Mittenbereich des Homepod verschlechtert das Klangbild aber weniger als der fehlende Tiefbass beim Move. Beide Lautsprecher haben Schwächen bei der Wiedergabe von klassischer Musik, hier sind sie überfordert. Trotzdem liefert der Move für sich betrachtet ein gutes, ausgewogenes Klangbild mit gut herausgearbeiteten Höhen, einem starken Mittenbereich und einem präsenten Bass, der aber nicht die ganz tiefen Frequenzen erreicht. Bei all dem liefert der Move eine hohe Lautstärke ohne Verzerrungen.

Automatisches Einmesssystem

Beide Modelle verwenden ein automatisches Einmesssystem, um den Lautsprecher an die Raumbedingungen anzupassen. Der Move ist der erste Sonos-Lautsprecher, der mit Auto Trueplay ausgestattet ist, Apple nutzt beim Homepod ein ähnliches System. In den Einstellungen der Sonos-App kann Auto-Trueplay für den Move ausgeschaltet werden. Eine normale Trueplay-Einmessung ist nicht vorgesehen, obwohl diese laut Sonos noch bessere Ergebnisse liefert als die automatische Version. Der Lautsprecher merkt, sobald er bewegt wurde und macht eine erneute Messung.

  • Der Move in seinen Einzelteilen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Move lässt sich bequem aus der Ladestation entnehmen ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und auch wieder absetzen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Oberseite sind die Steuertasten des Move. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Ladeanschluss des Move - darüber befindet sich eine USB-C-Buchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite des Move befinden sich der Einschalter und der Button, um zwischen Bluetooth und WLAN zu wechseln. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sonos Move (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Move (Bild: Sonos)
  • Move (Bild: Sonos)
  • Move (Bild: Sonos)
  • Move (Bild: Sonos)
  • Move (Bild: Sonos)
  • Move (Bild: Sonos)
Der Move lässt sich bequem aus der Ladestation entnehmen ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind, ist das automatische Trueplay deaktiviert, ganz gleich, wie die Einstellung in der Sonos-App ist. Wer also den digitalen Assistenten deaktiviert, schaltet auch diese Funktion mit aus.

Auf dem Markt smarter Lautsprecher gibt es einige Modelle mit eingebautem Akku, aber bisher gab es keines, das eine vergleichbar gute Klangqualität liefert wie der Move. Die bisherigen akkubetriebenen smarten Lautsprecher kosten auch deutlich weniger. Beim Test der Akkulaufzeit ging es uns darum, den Lautsprecher möglichst lange im Akkubetrieb bei laufender Musik nutzen zu können. Es ging aber auch darum, wie lange der Move als Lautsprecher auf Zuruf verwendet werden kann.

Gute Akkulaufzeit und schnelles Aufladen

Sonos verspricht für den Move eine Akkulaufzeit von zehn Stunden bei kontinuierlicher Musikwiedergabe. Diesen Wert konnten wir bei Zimmerlautstärke in unseren Tests übertreffen - im Bluetooth-Betrieb noch mehr als im WLAN-Modus. Im WLAN-Betrieb ging der Lautsprecher erst nach etwas mehr als elf Stunden aus. Wir können also in der Praxis einen Tag lang in anderen Räumen Musik hören, ohne den Lautsprecher zwischendurch aufladen zu müssen.

Im Bluetooth-Betrieb hat der Move-Akku 13,5 Stunden durchgehalten, hier gibt es also nochmal mehr Reserven. Das ist praktisch, wenn wir unterwegs sind. Wenn der Move-Akku leer ist, ist er auf der Ladestation nach etwas mehr als 1,5 Stunden wieder aufgeladen. Dieser Wert ist in Anbetracht der Laufzeit beeindruckend kurz.

Ergänzend zur Ladestation kann der Lautsprecher über die USB-C-Buchse auf der Rückseite mit einem handelsüblichen Netzteil geladen werden. Wer ihn also mal zu Freunden mitnimmt, muss die Ladestation nicht mitnehmen. Auch die Änderung des WLANs gelingt problemlos. So sehr uns die Akkulaufzeiten bei kontinuierlicher Musikwiedergabe gefallen, so enttäuscht sind wir davon, wie unzureichend sich der Move im Akkubetrieb als smarter Lautsprecher nutzen lässt.

Suspend-Modus des Move ist nutzlos

Sonos hat in den Move einen speziellen Standby-Modus eingebaut, mit dem der Lautsprecher mit einer Akkuladung bis zu fünf Tage verwendet werden können soll. Um das zu erreichen, schaltet sich der Lautsprecher jedoch in einen Suspend-Modus, wenn er eine halbe Stunde nicht genutzt wird. Alternativ wird dieser Modus aktiviert, indem der Ausschalter betätigt wird.

Der Unterschied zum normalen Ausschalten: Das Einschalten aus dem Suspend-Modus geht schneller, der Lautsprecher ist sofort wieder einsatzbereit und nicht erst nach etwa 23 Sekunden. Im Suspend-Modus ist der Lautsprecher im WLAN-Betrieb aber nicht über die Stimme steuerbar. Damit ist er im Akkubetrieb als smarter Lautsprecher nicht sinnvoll nutzbar. Immerhin kann der Move durch Aufruf der Sonos-App aus der Ferne aufgeweckt werden und dann auch wieder auf Zuruf gesteuert werden. Dokumentiert ist das aber nirgendwo und Kunden müssen erstmal darauf kommen. Es gibt keine Möglichkeit, das Zeitfenster für diesen Modus zu verlängern oder die Aktivierung ganz zu verhindern.

Das ist schade, denn der Move ist eigentlich durch seine gesamte Konstruktion dafür prädestiniert, als smarter Lautsprecher im Akkubetrieb in verschiedenen Räumen verwendet zu werden. Wollen wir das erreichen, müssen wir entweder dabei Musik hören, spätestens alle 29 Minuten einen Sprachbefehle absetzen oder in diesem Zeitfenster eine Taste am Gerät drücken. Aber wir können ihn nicht wie im Strombetrieb verwenden.

Wir haben nicht nachgemessen, ob der Lautsprecher im Suspend-Modus tatsächlich fünf Tage durchhält - denn wir finden diesen Modus so unpraktisch, dass wir damit ohnehin nichts anfangen können. Stattdessen haben wir gemessen, wie lange der Lautsprecher genutzt werden kann, wenn wir ihn daran hindern, in den Suspend-Modus zu wechseln. Wir haben uns also die Mühe gemacht, einen kontinuierlichen Bereitschaftsmodus zu simulieren, indem wir spätestens alle 30 Minuten ein Taste betätigt oder einen Sprachbefehl durchgeführt haben. Dabei schnitt der Lautsprecher nicht gerade überragend ab: Wir kamen auf eine Akkulaufzeit von 15 bis 16 Stunden.

Wunsch an Sonos

Das ist nicht gerade üppig, aber in Anbetracht der angenehm kurzen Ladezeit und der sehr bequemen Lademöglichkeit könnten wir immerhin einen Tag lang das Gerät als smarten Lautsprecher nutzen, ohne ihn aufladen zu müssen. Wir würden uns so einen Betriebsmodus wünschen, um den Move innerhalb der Wohnung in anderen Räumen als smarten Lautsprecher nutzen zu können.

Sonos gibt an, dass der Akku vom Kunden ausgetauscht werden kann. Was ein Austauschakku kostet, hat der Hersteller auf Nachfrage noch nicht mitgeteilt.

Der Sonos-Lautsprecher kann wahlweise mit Alexa oder Google Assistant genutzt werden. Einige der Funktionen fehlen aber.

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 Sonos Move im Test: Der vielseitigste Lautsprecher von SonosAnbindung an Alexa und Google Assistant könnte besser sein 
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