So könnte Corona Sono Motors noch schaden

Auch wenn das Unternehmen im Moment "safe" ist: Bis zum Start der Serienproduktion wird Sono Motors nach eigenen Schätzungen noch rund 200 Millionen Euro brauchen. Hier sei derzeit nicht abzuschätzen, welche Auswirkungen die Krise noch haben wird.

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Sono Motors werde entsprechend weitere Finanzierungsrunden benötigen, sagt Hahn. Aber: "Das ist während der Coronakrise alles eingefroren worden." Er befürchtet, dass Investoren sich in Krisenzeiten eher scheuen werden, neue Investments zu tätigen, und dass dieser Zustand noch länger anhalten könnte. "Das betrifft uns und alle Startups unmittelbar", sagt er. "Deswegen sind wir schon angewiesen auf die staatlichen Förderungen."

Sono Motors profitiert vom Corona- Konjunkturprogramm

Die Regierung hatte Anfang Juni ein Corona-Konjunkturprogramm in Höhe von 50 Milliarden Euro aufgelegt, mit dem Ziel, Deutschlands "Rolle als weltweiter Spitzentechnologieexporteur" zu stärken. Davon soll auch Sono Motors profitieren, obgleich Hahn die Umsetzung als "zäh" beschreibt.

Zu dem Konjunkturprogramm gehört eine weitere Erhöhung der Elektroprämie von 6.000 auf 9.000 Euro. Die Regierung hatte die Prämie 2016 eingeführt, um Elektromobilität zu fördern.

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Beim Kauf eines Elektroautos gab es 4.000 Euro, je zur Hälfte vom Staat und dem Hersteller. Weil das Förderprogramm nicht wie beabsichtigt verfing, wurde sie Ende 2019 auf 6.000 Euro erhöht.

Damit stieg der Herstelleranteil um 1.000 auf 3.000 Euro. Die großen Konzerne können das verkraften. Für die Startups hingegen ist das ein Problem. Das hatte schon Günther Schuh, Chef des inzwischen insolventen Aachener Elektroautoherstellers e.Go Mobile, im Gespräch mit Golem.de beklagt.

Die Prämie ist ein gutes Signal

Auch Sono Motors hadert mit der Prämie, auch wenn das Unternehmen sie grundsätzlich begrüßt: Dass Elektromobilität und nicht die konventionelle Verbrennertechnik gefördert werde, sei ein deutliches Signal der Bundesregierung an die Industrie, sagt Hahn. "Das ist ein gutes Signal - für die Umwelt und für die Industrie, um Innovationen und Innovationskraft in Deutschland zu halten."

Allerdings schließe die Prämie die Startups aus, sagt Hahn, einfach weil ein Auto wie der e.Go Life oder eben der Sion keine Marge von 3.000 Euro biete. Mit der Erhöhung hat sich das Problem noch verschärft. "Wir haben zwei Möglichkeiten: Wir machen nicht mit, können dann nicht 9.000 Euro günstiger werden und sind teurer im Vergleich zu den Konkurrenten. Oder wir müssen den Preis um 3.000 Euro erhöhen. Beides ist nicht ideal."

Unterkriegen lassen will sich Hahn durch das alles jedenfalls nicht: "Wir werden weitermachen, wir streichen nicht die Fahne."

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 Sono Motors: Wie der E-Autohersteller durch die Krise kommen willSions sollen geteilt werden 
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Emanuele F. 02. Aug 2020

Falsch. Dann brauchen sie noch 150 bis 200 Mio. je nachdem wie sie die jetzigen 50 Mio...

wiseboar 02. Aug 2020

Wenn man genauer schaut, kommt man drauf, dass die Strategie bei Tesla ziemlich schlecht...

Mixermachine 02. Aug 2020

Carsharing funktioniert kostendeckend nicht so wirklich. https://www.golem.de/news...

mungo24601 01. Aug 2020

Nope, nicht jede freie Werkstatt. Wenn man davon absieht, dass es jeder Werkstatt frei...



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