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Kein Plug-and-Play unter Linux

Die Unterstützung von Dual-Grafiklösung unter Linux war vor allem in Laptops vor einigen Jahren noch so schlecht, dass sich Linux-Erfinder Linus Torvalds unter anderem deswegen zu dem fast schon legendären Stinkefinger und dem Satz "Fuck you, Nvidia" verleiten ließ. Die Unterstützung dieser Technik ist in den vergangen Jahren aber auch in den Open-Source-Treibern weitgehend umgesetzt worden. Zusammen mit der im vergangenen Jahr von Intel selbst eingeführten Unterstützung für Thunderbolt 3 sollten die wichtigsten Voraussetzungen zur Nutzung der eGPU-Box auch unter Linux gegeben sein - dachten wir zumindest.

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Zunächst war der Test mit aktuellem Linux-Kernel 4.16 und Mesa 18.1 für uns noch erfreulich: Wir stecken das Gehäuse mit der AMD-Grafikkarte an den Laptop, starten und bekommen direkt ein Bild an dem externen Monitor, der an der Grafikbox hängt. Eine kurze Überprüfung auf der Kommandozeile zeigt, sowohl die Kernel- als auch die OpenGL-Userspace-Treiber für beide Grafikeinheiten werden wie gewünscht geladen und die Prime-Technik funktioniert - also das Starten einer Anwendung, die dann auf die Treiber der externen Karte zugreift.

Doch das war's dann auch schon mit der Freude: Die Anwendung ruckelt extrem, der Mauszeiger zieht auf dem externen Monitor spürbar nach und selbst kleine und sonst immer fixe Animationen des Desktops sind teils so langsam, dass wir diese bildweise beobachten können. Dass allein das Anschließen des Grafikdocks die Verwendung des Systems derart massiv beeinträchtigt, hatten wir nicht erwartet.

In den Jahren unserer Linux-Nutzung ist das aber nicht das erste und wohl auch nicht das letzte Problem, auf das wir mit neuer oder auch noch eher weniger verbreiteter Hardware treffen. Wir arbeiten uns also durch Wikis, Blogs und Mailinglisten auf der Suche nach einer Lösung. Die wohl noch eingängigste Hilfestellung ist wie so oft, das Wiki der Archlinux-Community.

Doch nichts hilft uns weiter, weder das Festlegen der externen Karte als primäre Karte noch das eigentlich nicht mehr notwendige Forcieren des sogenannten GPU Offloadings - also das Rendern des Inhalts auf der einen GPU und das Senden dieses Ergebnisses an die Anschlüsse der anderen, in unserem Fall das Rendern auf der AMD Vega und das Senden des Bildes an das Laptop-Display an der Intel-GPU.

Was wir auch ausprobieren, wir schaffen es einfach nicht, das Ruckeln abzustellen. Benutzbar ist die externe Grafikbox für uns so unter Linux also nicht. Wir vermuten, dass das lediglich an einem Bug in den Tiefen des Linux-Grafikstacks liegt, der dafür sorgt, dass die Frames beim Synchronisieren der Ausgabe im Arbeitsspeicher kopiert werden, eventuell gar mehrfach. Das könnte die geschilderten Leistungseinbußen verursachen. Ob dies aber tatsächlich der Fall ist, oder ob die Probleme andere Ursachen haben, können wir nicht gesichert feststellen.

 Thunderbolt 3 bremst leichtVerfügbarkeit und Fazit 
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Aquan 17. Jun 2018

Ich finde nicht, dass Notebooks überflüssig geworden sind. Das sieht man ja auch daran...

the_ben_m 13. Jun 2018

Bezüglich deines Wunsches nach einer eGPU in Din-A5 Format kann ich dich auf das Lenovo...

AlexanderSchäfer 12. Jun 2018

Klar kann man TF auch privat verwenden. Der Nutzen hängt aber natürlich immer von den...


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