Thunderbolt 3 bremst leicht

Vorneweg sei gesagt, dass eine eGPU-Box ungeachtet der Bezeichnung nicht nur für externe Grafikkarten taugt, da es sich simpel ausgedrückt um einen per Kabel angebundenen PCIe-Slot mit 4 GB/s handelt. Folglich eignet sich das Gehäuse auch für NVMe-SSDs und für Audio- oder Capture-Karten, was gerade im Mac-Segment eine interessante Option ist. Abseits von AMD-Grafikkarten klappt unter Windows jede Geforce oder Quadro, seitens der Treiberrobustheit hat Nvidia aufgeholt.

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Wir haben primär mit einem Thinkpad X1 Carbon Gen6 (Test) und Windows 10 gearbeitet, die eGFX Box funktionierte im Kurztest aber auch mit einem Macbook Pro mit 13 Zoll (Mid 2017) und MacOS 10.13.4 erfolgreich. Leider gilt das nicht für alle Notebooks, da manche Hersteller per Firmware den Anschluss einer eGPU unterbinden. Meist ist der Grund dafür, dass der Thunderbolt-3-Controller intern mit zwei Lanes statt mit vier Lanes verknüpft ist, was die Geschwindigkeit drastisch drosselt.

  • Thinkpad X1 Carbon Gen6 with Core i7-8550U and 16 GByte LPDDR3 (Benchmark: Golem.de)
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  • Thinkpad X1 Carbon Gen6 with Core i7-8550U and 16 GByte LPDDR3 (Benchmark: Golem.de)
Thinkpad X1 Carbon Gen6 with Core i7-8550U and 16 GByte LPDDR3 (Benchmark: Golem.de)

Mit einer externen GPU gibt es zwei Möglichkeiten zur Bildausgabe: Entweder wird ein Monitor an die Grafikkarte angeschlossen oder aber das Display des Notebooks verwendet. Bei Ersterem liegt die Leistung höher, da weniger Daten über Thunderbolt 3 transferiert werden müssen. Wie groß der Unterschied zwischen externem und internem Display ausfällt, hängt vom Spiel ab: Ist es CPU-limitiert oder muss die Grafikkarte in 4K schuften, fallen weniger Daten an als wenn 144 Frames pro Sekunde hin- und hergeschoben werden. Unsere Messungen zeigen eine Differenz von durchschnittlich 15 Prozent.

Bei der generellen Leistung kommt dem Prozessor eine wichtige Rolle zu: Die meisten Ultrabook-Chips sind vergleichsweise langsam, gerade bei längerer Last. Im Thinkpad X1 Carbon Gen6 steckt ein Intel-Quadcore mit 25 Watt, der auf 15 Watt drosselt. Dennoch reicht seine Geschwindigkeit, um zusammen mit der Vega 64 einen Titel wie Kingdom Come Deliverance bei hohen Details in 1440p auf 30 Bilder pro Sekunde zu beschleunigen. Mit der integrierten Intel-GPU gibt's dagegen eine Diashow. Um schwächere CPUs zu entlasten, empfehlen sich D3D12 und Vulkan als Schnittstelle, sofern verfügbar.

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Adobes Premiere nimmt die externe Vega 64 dankend an: Der 1080p-H.264-Export unseres Wochenrückblicks braucht nur noch 21:45 Minuten statt 35:34 Minuten. Allerdings mussten wir dazu erst die Intel-Grafikeinheit im Geräte-Manager deaktivieren, da Adobe Premiere ansonsten die Vega 64 nicht verwenden wollte.

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 Sonnet eGFX Box 650 im Test: Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnetKein Plug-and-Play unter Linux 
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