Sonnensystem: Saturnringe für astronomische Beobachtung fast unsichtbar

Wer die Ringe vom Saturn noch einmal sehen will, sollte sich beeilen. Für einfache Teleskope werden sie nämlich bald verschwinden.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Die Sichtbarkeit der Saturnringe nimmt in den nächsten beiden Jahren ab.
Die Sichtbarkeit der Saturnringe nimmt in den nächsten beiden Jahren ab. (Bild: Nasa)

Besonders im Jahr 2023 sind die Ringe des Gasplaneten Saturn noch gut zu beobachten. Jedoch weist die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa darauf hin, dass sich der Sichtbarkeits-Zyklus des Ringsystems demnächst ändern wird. Die Ringe sind dann von der Erde aus bestenfalls mit einem guten Teleskop zu erkennen. In etwa 18 Monaten werden sie für uns Erdlinge fast komplett verschwunden sein.

Wir schauen dann nämlich seitlich auf den Saturn. Im besten Fall sind die Ringe dann noch als schmale Striche zu erkennen. Zwar erstreckt sich das Ringsystem über etwa 140.000 Kilometer im Durchmesser. Die Dicke der Ringe liegt gerade einmal bei 90 bis 400 Metern. Wenn man genau seitlich auf den Planeten draufschaut – wie es ab dem Jahr 2025 der Fall sein wird – wirkt es, als ob man am Äquator des Planeten ein Blatt Papier von der Seite betrachtet.

Die Sichtbarkeit der Saturnringe

Momentan beträgt die Neigung des Ringsystems zur Sichtachse Erde-Saturn fast neun Grad. Im Jahr 2024 wird sie noch beinahe 3,7 Grad betragen. In 18 Monaten dann, also 2025, soll sie null Grad erreichen. Der Ringplanet wird sich dann kaum von den anderen Planeten unterscheiden. Anschließend wird die Sichtbarkeit der Ringe wieder zunehmen. Bis 2032 soll die maximale Neigung von 27 Grad erreicht sein.

In etwa 300 Millionen Jahren werden sich die Saturnringe vermutlich zum größten Teil aufgelöst haben. Da spielt auch der Blickwinkel keine Rolle mehr. Die Monde des Planeten saugen auf ihrer Bahn die Materie nach und nach auf. Und Trabanten hat der Saturn viele, er ist mit 145 bestätigten natürlichen Satelliten in unserem Sonnensystem nämlich der König der Monde. Ob es sich bei ihm um einen echten Gasriesen handelt, wird in der astronomischen Fachwelt noch diskutiert.

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