Sonitus Technologies: Zahnmikrofon sorgt für klare Kommunikation

Ein Mikrofon und ein Lautsprecher am Backenzahn sollen eine klare und gut verständliche Kommunikation in lauten Umgebungen ermöglichen. Der Mund schirmt beim Sprechen Außengeräusche ab. Der empfangene Schall wird über die Knochen direkt ins Innenohr geleitet.

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Molar Mic wurde bei einem Rettungseinsatz während eines Wirbelsturms getestet.
Molar Mic wurde bei einem Rettungseinsatz während eines Wirbelsturms getestet. (Bild: Sonitus Technologies/Screenshot: Golem.de)

Männer, die mit ihrem Ärmel sprechen: Sicherheitsleute bieten manchmal einen merkwürdigen Anblick, wenn sie in ein Mikrofon sprechen, das in der Kleidung verborgen ist. Damit könnte es bald vorbei sein: Das US-Unternehmen Sonitus Technologies hat ein Kommunikationssystem entwickelt, das auf einen Zahn aufgesetzt wird.

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Molar Mic, Backenzahn-Mikrofon, nennt das Unternehmen das System, das dem Namen entsprechend an einem der oberen Backenzähne befestigt wird. Es besteht aus einem wasserdichten Mikrofon, einem speziellen Lautsprecher sowie einem Akku.

Spricht der Nutzer, wird der Schall zunächst per Magnetinduktion (Near-field magnetic induction communication, NFMI) an ein Halsband übertragen und von dort gesendet. Vorteil ist laut Hersteller, dass der Mund einen guten Schallisolator abgibt. Das System eignet sich deshalb sehr gut für laute Umgebungen.

Der einkommende Schall wird von einem Knochenleitungslautsprecher zum Ohr übertragen. Der Schall wird auf den Zähnen in Schwingungen umgewandelt, direkt ins Innenohr geleitet und dort wieder in Schall umgewandelt. Da die Sprache nicht wie üblich von außen kommt, scheint sie für den Träger aus seinem Kopf zu kommen. Da das System keinen Ohrhörer braucht, nimmt der Träger auch Schall ganz normal mit seinem Ohr wahr.

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Das System wurde von allen Waffengattungen des US-Militärs getestet. Unter anderem setzte es die United States Air Force Pararescue, die Fallschirmrettung der US-Luftwaffe, bei einem Rettungseinsatz während eines Wirbelsturms ein. Dabei hat das System sich offensichtlich so bewährt, dass das US-Verteidigungsministerium Sonitus mehrere Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt hat, um die Technik weiterzuentwickeln. In erster Linie soll das Militär das Kommunikationssystem nutzen. Man sieht aber auch Anwendungen im zivilen Bereich, darunter für Sicherheitskräfte, Retter und Arbeiter in der Industrie.

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plutoniumsulfat 13. Sep 2018

Blöd nur, dass man dann nichts mehr davon hört.

as112 13. Sep 2018

... jedem Schüler wohl vorher in den Mund schauen.

Schibulski 13. Sep 2018

...wer Kinder hat ;-)

|=H 13. Sep 2018

Ich hoffe das filtert dann selber Ess- und Trinkgeräusche gut raus.



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