Sonic Spy: Forscher finden über 4.000 spionierende Android-Apps

Ein einziger Anbieter soll seit Jahresanfang rund 4.000 Apps mit bösartigem Inhalt in Umlauf gebracht haben - einige davon auch über Google Play. Die Apps können das Mikrofon aktivieren und Telefonate mitschneiden.

Artikel veröffentlicht am ,
Lookout hat eine neue Malware-Familie für Android gefunden.
Lookout hat eine neue Malware-Familie für Android gefunden. (Bild: Pixabay)

Die Sicherheitsfirma Lookout hat eine neue Malware-Familie für Android entdeckt, deren Code in mehr als 4.000 verschiedenen Apps enthalten ist. Während die meisten Apps über alternative Appstores und andere Kanäle vertrieben wurden, waren einige der Apps zeitweise auch bei Google Play zu finden.

Stellenmarkt
  1. Cloud Engineer AWS (m/w/d)
    Metaways Infosystems GmbH, Hamburg
  2. Softwareentwickler:in Java / Selenium / Cloud
    HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg
Detailsuche

Nach Angaben von Lookout waren die Apps Soniac, Hulk Messenger und Troy Chat im Appstore erhältlich; Soniac wurde von 1.000 bis 5.000 Nutzern heruntergeladen. Die App bot nach Angaben der Forscher Messagingdienste über eine modifizierte Version des umstrittenen Messengers Telegram an.

Die neue Malware-Familie, der Lookout den Namen Sonic Spy gegeben hat, kann Tonaufnahmen machen, Telefonate führen und SMS versenden. Damit könnten Angreifer zum Beispiel von ihnen kontrollierte teure Sonderrufnummern anrufen, wenn Nutzer dies nicht über ihren Provider verhindern. Außerdem soll die Software in der Lage sein, Logdaten sowie Informationen über WLAN-Access-Points zu übertragen.

Malware löscht eigenes Icon

Um seine eigene Existenz zu verschleiern, wird das Launcher-Icon der App nach der Installation versteckt und verbindet sich mit der Command-and-Control-Infrastruktur der Anbieter. Als Adresse dafür gibt Lookout arshad93.ddns[.]net:2222 an. Nach der Infektion wird eine weitere modifizierte Version von Telegram installiert, indem eine Datei mit dem Namen su.apk auf das Telefon heruntergeladen und ausgeführt wird.

Golem Akademie
  1. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    4. März 2022, Virtuell
  2. Azure und AWS Cloudnutzung absichern: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Google selbst hatte vor kurzem eine neue Staatstrojaner-Familie für Android entdeckt. Nutzer sollten gerade bei alternativen Appstores sehr genau auf die Reputation eines Anbieters achten. Auch Googles eigener Appstore schützt aber nicht absolut vor Malware, gerade viele Spiele für Kinder sind häufig mit bösartigen Elementen versehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


redmord 14. Aug 2017

Wenn der Hersteller dagegen das Schloss mit einer besonders lockeren API ausstattet...

Ovaron 14. Aug 2017

hg (Golem.de) ist in Deinen Augen "irgendjemand" wenn es um die Verläßlichkeit einer...

Zensurfeind 14. Aug 2017

Wie heisst der Anbieter dieser Malware? Laufen Anzeigeg gegen ihn?

muhviehstah 14. Aug 2017

Play Protect ist noch nicht an alle User ausgerollt, es zeigt aber das Google nun endlich...

muhviehstah 14. Aug 2017

Selbstbau Crypto find ich gar nicht sooo schlecht . Vertraue ich mehr als einer...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Resident Evil (1996)
Grauenhaft gut

Resident Evil zeigte vor 25 Jahren, wie Horror im Videospiel auszusehen hat. Wir schauen uns den Klassiker im Golem retro_ an.

Resident Evil (1996): Grauenhaft gut
Artikel
  1. Streaming: Chromecast erhält spezielle Youtube-Fernbedienung
    Streaming
    Chromecast erhält spezielle Youtube-Fernbedienung

    Die Steuerung von Youtube auf einem Chromecast soll mit einer neuen Funktion deutlich komfortabler werden.

  2. Studie: Kinder erhalten Smartphone meist zwischen 6 und 11 Jahren
    Studie
    Kinder erhalten Smartphone meist zwischen 6 und 11 Jahren

    Nur eine sehr geringe Minderheit der Eltern will ihrem Kind erst mit 15 Jahren ein Smartphone zur Verfügung stellen.

  3. Google: Kopfhörer verlieren Google-Assistant-Support auf iPhones
    Google
    Kopfhörer verlieren Google-Assistant-Support auf iPhones

    Wer Google Assistant am Kopfhörer benutzen will, ist künftig auf ein Android-Gerät angewiesen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Advent: Samsung Portable SSD T5 1 TB 84€ • ViewSonic VX2718-2KPC-MHD (WQHD, 165 Hz) 229€ • EPOS Sennheiser GSP 670 199€ • EK Water Blocks Elite Aurum 360 D-RGB All in One 205,89€ • KFA2 Geforce RTX 3070 OC 8 GB 1.019€ • Alternate (u. a. AKRacing Core SX 269,98€) [Werbung]
    •  /