Sondereinsatzkommando: "Wir sind Kim Dotcom versehentlich auf die Hand getreten"

Neuseeländische Sondereinsatzkräfte behaupten, sie hätten Kim Schmitz nicht misshandelt. Bei der Hausdurchsuchung waren auch FBI-Agenten persönlich anwesend.

Artikel veröffentlicht am ,
Armed Offenders Squad im September 2005
Armed Offenders Squad im September 2005 (Bild: Ross Brown/Getty Images)

Ein Mitglied des neuseeländischen Spezialeinsatzkommandos Armed Offenders Squad hat vor Gericht der Darstellung des Megaupload-Gründers hinsichtlich gewalttätiger Übergriffe widersprochen. "Keiner von uns hat ihn ins Gesicht geschlagen", sagte er. "Ich sah einen weiteren Officer vorbeilaufen, der versehentlich auf seine Hand trat."

Bei der Durchsuchung seiner Villa im Januar 2012 durch Einsatzkommandos und die Polizei war Kim Schmitz alias Dotcom nach eigener Aussage von der Polizei misshandelt worden. Schmitz sagte am 7. August 2012 vor Gericht: "Und dann fielen sie alle über mich her. Ich bekam einen Schlag ins Gesicht, ein Stiefeltritt beförderte mich zu Boden (...). Ein Knie hatte ich in den Rippen (...). Ein Mann stand auf meiner Hand."

Vernommen wurde auch ein Mitglied der Special Tactics Group (STG), die wie die Armed Offenders Squad zur New Zealand Police gehört. Auch er bestritt Übergriffe auf Dotcom: "Ich sage, das stimmt nicht. Es ist nicht wahr." Richterin Helen Winkelmann, die die Anhörung beim High Court von Auckland leitet, hatte angeordnet, dass die Namen der beiden Sondereinsatzkräfte nicht veröffentlicht werden. Ziel der Verteidiger bei der Anhörung ist es, die beschlagnahmten Computer zurückzuerhalten. Die Durchsuchungsbefehle wurden von einem Gericht bereits für ungültig erklärt.

Die beschlagnahmten Bilder der Überwachungskamera in der Villa sollen auf Anordnung der Regierung nicht veröffentlicht werden. Vor Gericht wurden aber Videoaufnahmen der Überwachungskameras aus einem der Helikopter der Spezialeinsatzkommandos gezeigt, wie der Sender 3 News berichtet. Danach brauchten die schwer bewaffneten Sicherheitskräfte 13 Minuten, um Dotcom in seinem Panikraum zu finden. Auf die Frage von Dotcom-Anwalt Paul Davison, ob FBI-Vertreter während der Durchsuchung anwesend waren, sagte ein Zeuge lediglich: "Ja, Sir".

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spiderbit 14. Aug 2012

http://www.fr-online.de/frankfurt/verwaltungsgericht-frankfurt-blockupy-bleibt-verboten...

__destruct() 11. Aug 2012

Ich habe eine wichtige Frage: Ähm, wen interessierts?

Chevarez 09. Aug 2012

Und so wird ja jetzt auch gegen ihn gerichtlich vorgegangen. Rechte?! Pustekuchen! Er...

spiderbit 09. Aug 2012

Lol, das ja das Problem der Polizei sie hatten keinen Haftbefehl, daher mussten sie ihm...



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