Sonderbericht: EU-Rechnungshof kritisiert langsames Vectoring

Der EU-Rechnungshof nennt Beschränkungen des Vectorings: Keine Gigabit-Datenraten, nicht zukunftssicher, begrenzte Nutzerzahl und Ausschluss der Konkurrenz.

Artikel veröffentlicht am ,
Vectoring: Kupfer auf der letzten Meile
Vectoring: Kupfer auf der letzten Meile (Bild: Deutsche Telekom)

Der EU-Rechnungshof hat in seinem Sonderbericht 'Der Breitbandausbau in den EU-Mitgliedstaaten' weitgehende Kritik am Vectoringausbau in Deutschland entwickelt, den die Deutsche Telekom führend betreibt.

Stellenmarkt
  1. (Junior) Projektmanager (m/w/d) - eCommerce
    dsb ccb solutions GmbH, Neckarsulm
  2. Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Digital ... (m/w/d)
    Universität Passau, Passau
Detailsuche

Darin heißt es: "In Deutschland nutzt der etablierte Betreiber zur Verbesserung der Breitbandabdeckung in großem Umfang die Vectoring-Technologie. Hierbei handelt es sich um eine Technologie, die eine höhere Geschwindigkeit über Kupferleitungen ermöglicht. Der Vorteil von Vectoring besteht darin, dass es kostengünstiger ist als die Errichtung neuer Infrastruktur. Die Technologie hat jedoch auch ihre Grenzen. Erstens gelten die beworbenen Geschwindigkeiten nur bei einer begrenzten Anzahl von Nutzern; je mehr Nutzer verbunden sind, desto geringer ist die Geschwindigkeit. Zweitens ist die Vectoring-Technologie eine kurzfristige Lösung: Sie ist nicht so zukunftssicher wie Glasfaser und Koaxialkabel."

Vectoring möge zwar ausreichen, um die Ziele der Strategie Europa 2020 zu erreichen, doch die Zielsetzungen der Gigabit-Gesellschaft für 2025 mit den geforderten Geschwindigkeiten von 1 GBit/s werden "mit dieser Technologie wahrscheinlich nicht zu verwirklichen sein". Dass Vectoring nicht gigabitfähig ist, wird auch von der Telekom nicht bestritten, der Netzbetreiber stellt den Ausbau aber als Fortschritt da, weil die Glasfaser dazu bis zum Multifunktionsgehäuse ausgebaut werden muss. Von da aus sei später ein weiterer Ausbau der Glasfaser bis in Haus möglich.

Zudem besteht laut EU-Rechnungshof die Voraussetzung für Vectoring darin, "dass nur ein einziger Anbieter physischen Zugang zur letzten Meile hat, wodurch der Wettbewerb eingeschränkt werden könnte." Durch Node-Level-Vectoring wäre Entbündeln möglich. Beim Vectoring im Nahbereich müsste nicht mehr exklusiv nur ein Anbieter ausbauen - in Deutschland größtenteils die Telekom. Die Telekommunikationsbetreiber müssten für Node-Level-Vectoring aber sehr eng zusammenarbeiten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


LinuxMcBook 08. Jun 2018

Jedenfalls werden wir in den nächsten 3-4 Jahren vermutlich keine Dienste haben, die mit...

Dwalinn 08. Jun 2018

Okay wo ist gleich nochmal der Zusammenhang zwischen Glasfaser liegt im Boden und...

M.P. 07. Jun 2018

Naja, die Teilnehmerleitung auf einem vektorisierten DSLAM wird auch nicht mehr frei...

Bonarewitz 07. Jun 2018

+1



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
IT-Jobs
Arbeitsplätze mit Wohlfühlgarantie

Top-IT-Arbeitgeber 2023 Gefragte IT-Fachkräfte können sich den Arbeitgeber aussuchen. Manager versuchen, ihre Mitarbeiter mit einer möglichst ausgewogenen Work-Life-Balance an das eigene Unternehmen zu binden.
Von Andreas Schulte

IT-Jobs: Arbeitsplätze mit Wohlfühlgarantie
Artikel
  1. Autonomes Fahren: Tesla kehrt zu Radarsensoren zurück
    Autonomes Fahren
    Tesla kehrt zu Radarsensoren zurück

    Erst angeblich unnötig, jetzt kommen sie doch wieder: Tesla will wieder Radarsensoren verbauen und verlässt sich nicht mehr auf die reine Kameraerkennung.

  2. Künstliche Intelligenz: EU-Staaten wollen Gesichtserkennung noch ausweiten
    Künstliche Intelligenz
    EU-Staaten wollen Gesichtserkennung noch ausweiten

    Ebenso wie die EU-Kommission wollen auch die EU-Mitgliedstaaten die Suche nach Verdächtigen mithilfe von automatischer Gesichtserkennung erlauben.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  3. Grafikkarten: Die Geforce GTX 1060 belegt nicht mehr Platz 1 auf Steam
    Grafikkarten
    Die Geforce GTX 1060 belegt nicht mehr Platz 1 auf Steam

    Nvidia hat seit langem keine wirklich günstigen Grafikkarten mit neuem Chipdesign herausgebracht. Deshalb ist der neue Platz 1 auch älter.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bei Amazon bestellbar • Tiefstpreise: Asus RTX 4080 1.689,90€, MSI 28" 4K 579€, Roccat Kone Pro 39,99€, Asus RTX 6950 XT 939€ • Alternate: Acer Gaming-Monitor 27" 159,90€, Razer BlackWidow V2 Mini 129,90€ • 20% Extra-Rabatt bei ebay • Amazon Last Minute Angebote [Werbung]
    •  /