Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Sommer 2026: Der neue Fahrplan für den Erstflug der RFA One

Der deutsche Raketenbauer Rocket Factory Augsburg plant seinen ersten Orbitalstart für Sommer 2026. Die Rakete soll von Schottland aus starten.
/ Patrick Klapetz
Kommentare undefined News folgen (öffnet im neuen Fenster)
RFA hat seine beiden Raketenstufen zum Weltraumbahnhof Saxavord gebracht. (Bild: RFA)
RFA hat seine beiden Raketenstufen zum Weltraumbahnhof Saxavord gebracht. Bild: RFA

Der bayerische Raketenbauer Rocket Factory Augsburg (RFA) steht kurz vor seinem historischen Jungfernflug. Im Sommer 2026(öffnet im neuen Fenster) soll die Trägerrakete RFA One erstmals vom schottischen Weltraumbahnhof Saxavord in den Orbit abheben. RFA war übrigens das erste Unternehmen, das eine britische Lizenz für vertikale Starts von diesem Weltraumbahnhof erhielt.

Doch zuerst muss die Rakete noch vor Ort zusammengebaut werden. Die beiden Raketenstufen befinden sich bereit am Weltraumbahnhof. Die Heliox-Triebwerke der Erststufe werden jedoch noch weiteren Tests unterzogen. Diese finden nicht in Schottland, sondern am schwedischen Weltraumbahnhof Esrange statt.

Nach Abschluss dieser Tests werden die Triebwerke vom schwedischen Kiruna zur Insel Unst der Shetland-Nordseeinseln befördert, wo sie in die Erststufe der RFA One integriert werden. Die zweite Raketenstufe befindet sich bereits am Saxavord Spaceport, wo sie ebenfalls weiteren Kontrollen unterzogen wird.

Wie Rocket Factory die Zwangspause zur Optimierung nutzte

Eigentlich wollte das bayerische Unternehmen seinen Erstflug schon lange hinter sich gebracht haben. Zuletzt kam es aber bei einem Heißbrandtest im August 2024 zu einem Zwischenfall , wodurch sich der Jungfernflug vorerst auf unbestimmte Zeit verzögerte.

"Nach dem Zwischenfall im Jahr 2024 haben wir alles gründlich überprüft, analysiert und getestet und die Systeme verbessert, um noch mehr Zuverlässigkeit zu erreichen" , teilte Stefan Brieschenk mit, der CDO (Chief Development Officer) bei RFA.

Innerhalb der letzten 18 Monate wurden nach Unternehmensangaben nicht nur die bisherigen Probleme vollständig behoben. Das RFA-Team nutzte die Zeit zudem, um die Tankdrucksysteme, das Betriebsverfahren sowie die Helix-Triebwerke zu verbessern.


Relevante Themen