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Viel Chewie, wenig Lando

Zu den wenigen Momenten, auf die wir im Vorfeld sehr gespannt waren, zählt das Kennenlernen zwischen Han und seinem treuen Gefährten Chewbacca. Dafür, dass dies so früh in der Handlung passiert, geht auch dieser wichtige Teil von Hans bisher unbekannter Vergangenheit reichlich hastig und zu banal vonstatten. Wir sehen Han und Chewie die meiste Zeit über also doch wieder nur genauso zusammen, wir wir es seit 1977 gewohnt sind.

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Eine weitere ikonische Figur, auf die im Vorfeld sicherlich viele Fans gespannt sind, ist Lando Calrissian - beinahe einen Tick zu lässig verkörpert von Donald Glover. Der ursprüngliche Besitzer des Rasenden Falken spielt in Solo: A Star Wars Story zu aller Überraschung jedoch eine viel kleinere Rolle als in den Episoden V und VI. Sein flapsiger Androidengefährte, der sich den Kampf für Roboterrechte zur Aufgabe gemacht hat, hätte als ständige Comedy-Einlage gerne gestrichen werden können, um dem eleganten Ganoven mit beeindruckender Cape-Sammlung im begehbaren Kleiderschrank mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

  • Das unzertrennliche, wenn auch ungleiche Duo (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Joonas Suotamo spielt im Kostüm erneut Chewbacca. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Han Solo (Alden Ehrenreich) betritt eine Spielhöhle. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Der beste Pilot des Universums droht abzustürzen. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Der Schnee trügt: Dies ist keinesfalls Hoth aus Episode V. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Paul Bettany als Abklatsch eines Bond-Bösewichts (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Emilia Clark überzeugt in Star Wars genauso wenig wie als Sarah Connor. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Auch ohne Ansage eindeutig: Hier ist Zugende. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Der Rasende Falke verändert sich in dieser Origin-Story mehr als Hauptfigur Han Solo. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Anflug auf ein Wüstencamp (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Manche Schauplätze hätten gerne origineller gestaltet sein dürfen. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Lando Calrissian (Donald Glover) mit kecker Robobegleiterin L3-37 (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Fans ahnen es sofort: An diesem Tisch wird gleich um den Rasenden Falken gespielt. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Han und Chewie in ihrem Zuhause (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Ohne den Filmtitel wäre Han Solo hier nicht eindeutig erkennbar gewesen. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Besonders die Zugsequenz schreit danach, als Videospiel umgesetzt zu werden. (Bild: Disney/Lucasfilm)
Lando Calrissian (Donald Glover) mit kecker Robobegleiterin L3-37 (Bild: Disney/Lucasfilm)

Eigentlich war dieser Film für Star Wars eine große Chance, im Kino mal etwas anderes als Raumstationen mit Superwaffen und Familiendramen aus dem Hause Skywalker zu zeigen. Dass den Autoren bei all den Möglichkeiten in einer weit, weit entfernten Galaxis nicht wenigstens ein interessanter Gegenspieler für Han Solo eingefallen ist, hat uns dementsprechend enttäuscht. Generische Figuren wie Gangsterboss Dryden Voss oder Mentor Tobias Beckett wirken so, als seien sie auf die Schnelle erfunden worden, damit sich Paul Bettany und Woody Harrelson den Kindheitstraum erfüllen konnten, auch endlich mal in einem Star-Wars-Film mitzuspielen.

An dieser Vermutung ist sicherlich etwas dran. Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy feuerte bekanntlich das ursprüngliche Regieduo Phil Lord und Chris Miller, als bereits große Teile von Solo abgedreht waren. Kurzfristig wurde Hollywoodveteran und Oscar-Preisträger Ron Howard als Krisenmanager engagiert, der Film im Schnellverfahren umgeschrieben und pünktlich zum Sommer fertiggestellt.

Das haben wir ihm deutlich angemerkt. Obwohl Solo: A Star Wars Story in seinen 135 Minuten sowieso schon recht wenig Geschichte erzählt, führt er Teile seiner Handlung noch nicht mal richtig zu Ende. Ein überraschender Kurzauftritt eines beliebten Bösewichts der Weltraumsaga legt nahe, dass hier Verbindungen zu den Fernseh-Animationsserien aus dem Kinderprogramm geknüpft werden. An deren Beliebigkeit mussten wir beim hier gebotenen Storytelling ohnehin ständig denken. Das Ergebnis hätte uns als cinematisches Videospiel, etwa von Uncharted-Entwickler Naughty Dog, jedenfalls sehr viel mehr überzeugt.

Fehlende Originalität und holprige Produktion zum Trotz, bietet auch die zweite Star-Wars-Story zumindest Effekte und Kulissen auf Topniveau und ist mit ihrer lockeren Art gerade für junge Zuschauer etwas nettere Unterhaltung als der vergleichsweise düstere Rogue One. Es ist ein Science-Fiction-Film ohne großen Anspruch, aber auch ohne grobe Schnitzer, der wohl selbst unverwüstlichen Star-Wars-Fanatikern nicht lange in Erinnerung bleiben wird.

Solo: A Star Wars Story erscheint am 24. Mai 2018 in deutschen Kinos.

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 Solo - A Star Wars Story: Gar nicht so solo, dieser Han
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GeXX 06. Jun 2018

Wieder einmal habe ich mich von Kritik verleiten lassen und bin dennoch ins Kino gegangen...

Bigfoo29 06. Jun 2018

Ich bin auch SW-Fan. Ich bin mit vielen, VIELEN Büchern und 3 Filmen aufgewachsen. Ja...

alloisxp 25. Mai 2018

Ich habe mir die Kritik vor und nach dem Film jeweils durchgelesen. Ich möchte nichts...

dp (Golem.de) 25. Mai 2018

Viele Fans wünschten sich deswegen im Vorfeld ja Anthony Ingruber, der in Age of Adaline...

ArcherV 24. Mai 2018

Jup. Alternativ wäre noch Fantasy-Scifi möglich (Wikipedia). Star wars hat so gar keine...


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