Solidluuv von innen

Solidluuv sieht ungewöhnlich aus, die Funktionsweise ist aber die gleiche wie bei herkömmlichen Schwebestativen. Der große Unterschied ist die Einrichtung: Das manuelle Ausbalancieren des Schwerpunktes entfällt hier komplett. Wir durften als Erste einen Blick in das Innenleben des Tropfens werfen, denn dessen Aufbau ist erst seit kurzem patentiert.

Schraubt man die Unterseite ab, fallen zunächst mehrere kreisförmig angeordnete Stapel Unterlegscheiben ins Auge - sie dienen als Gewichte. Befestigt sind sie an gefederten Halterungen, die es erlauben, sie näher zur Mitte oder zum Rand des Tropfens zu bewegen. Jeder Stapel rastet an einem vorgegebenen, mit einer Nummer versehenen Punkt ein. Auf der Webseite von Luuv sind für viele gängige Kamera- und Smartphonemodelle Kombinationen von Position und Anzahl der Gewichte aufgelistet. Mit wenigen Handgriffen lässt sich Solidluuv so für die eigene Ausrüstung einrichten. Im Moment funktioniert dieses Prinzip für Kameras bis zu 500 Gramm.

Version mit Gimbal geplant

Die fortgeschrittene Variante von Solidluuv heißt Ultraluuv und wird um einen elektronischen Gimbal von Feiyu Tech ergänzt. Damit erhöht sich die Stabilität weiter, es steigt aber auch der Preis - wie weit, steht noch nicht fest.

Wir haben das Ultraluuv mit einer Gopro Hero 4 ausprobiert. Es lieferte auf Anhieb gute Ergebnisse, wie im Video zu sehen ist. Es ist praktisch kein Training notwendig, um sofort stabile Bilder zu machen.

  • Solidluuv lässt sich mit Actionkameras kombinieren, ... (Bild: Luuv)
  • ...aber auch Kompaktkameras mit einem Gewicht von bis zu 500 Gramm passen an das Schwebestativ. (Bild: Luuv)
  • Eine Halterung nimmt Smartphones auf. (Bild: Luuv)
  • Die geringe Größe soll Solidluuv überall einsetzbar machen. (Bild: Luuv)
  • Die Steadycam für alle? Solidluuv erscheint voraussichtlich im kommenden Halbjahr. (Bild: Luuv)
  • Ultraluuv hat zusätzlich einen elektronischen Gimbal. (Bild: Luuv)
Die Steadycam für alle? Solidluuv erscheint voraussichtlich im kommenden Halbjahr. (Bild: Luuv)

Die Modelldatenbank soll in Zukunft noch erweitert werden, wobei Nutzer auch ihre eigenen Werte für exotische Modelle eintragen können. Schon jetzt hat Luuv eine aktive Community, die beim ersten Crowdfunding auf Indiegogo 65.000 Euro bereitgestellt hat. Zunächst war geplant, Solidluuv in Eigenregie und kleiner Auflage per 3D-Druck herzustellen. Allerdings überstieg die Nachfrage schnell die Produktionsmöglichkeiten.

Nach einigen Änderungen im Design steht nun fest: Solidluuv soll ein Massenprodukt werden. Das senkte nicht nur den Preis von 300 auf rund 100 Euro, sondern änderte auch die Vertriebswege. Momentan stehen die Gründer in Verhandlungen mit einer großen Elektronikmarktkette. Um den Kontakt zur Nutzbasis aufrechtzuerhalten, ist aber auch der Verkauf über eigene Kanäle geplant.

Noch haben Felix Kochbeck und sein Team ihr Ziel nicht erreicht: die Steadycam für alle. Ein anderer Meilenstein ist hingegen jetzt schon geschafft: die laufende Kickstarter-Kampagne hat die angepeilte Summe inzwischen schon fast um das Dreifache überschritten.

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 Solidluuv und Ultraluuv ausprobiert: Wackelfreie Bilder für alle
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aluu 06. Nov 2015

...für die es schon tausend solche sachen gibt. es soll mal jemand sowas für slr...

swaddeldie 30. Okt 2015

Gyroskope sind schlicht und ergreifend schwer und teuer. Da ist es sinnvoller einen...

Bouncy 28. Okt 2015

60¤ bei Amazon, klein und kompakt, kann man an nem Stab oder Platte oder mit etwas...

Jesterfox 28. Okt 2015

Danke für den Tipp, hört sich echt interessant an. Schlussendlich ist es ja dann nicht...



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