Solid State Drive: Longsys entwickelt erste SSD nur mit chinesischen Chips
Der chinesische Hersteller Longsys arbeitet an einer SSD, die ausschließlich aus aus China stammenden Chips besteht – das berichtet das taiwanische Branchenmagazin Digitimes(öffnet im neuen Fenster). Die notwendigen Komponenten kommen aus dem eigenen Land: Der SSD-Controller wird von Maxiotech(öffnet im neuen Fenster) alias Maxiotek(öffnet im neuen Fenster) sowie Yeetor gefertigt, der eigentliche NAND-Flash-Speicher wird von Yangtze Memory Technologies Company produziert.
YMTC hatte im Spätsommer 2018 das Xtacking erläutert, bei dem jedes Die aus 64 Schichten mit 3-bittigen Speicherzellen für eine Kapazität von 256 GBit besteht. Aus der Meldung von Digitimes geht nicht eindeutig hervor, ob die SSD von Longsys schon den Xtacking-Flash-Speicher nutzt oder den älteren mit 32 Layern. Obwohl die Serienproduktion von Letzterem bereits läuft, wird er wohl nicht verwendet – denn die SSDs sollen bis zu 4 TByte sichern. Der GK2302-Controller(öffnet im neuen Fenster) arbeitet mit einem Sata-Interface, offenbar verzichtet er auf DRAM für die Mapping-Tabelle.
Longsys kooperiert mit der Tsinghua Unigroup, welche zur staatsfinanzierten Tsinghua Holding gehört. Die Yangtze Memory Technologies Company ist ebenfalls eng mit der chinesischen Regierung verknüpft, gleiches gilt für den Wafer-Lieferanten XMC. Verbindungen zu Micron gibt es allerdings ebenfalls, denn Longsys hatte die Lexar-Tochter im August 2017 übernommen.
Die meisten heutigen SSDs basieren auf Controllern von südkoreanischen, taiwanischen oder US-amerikanischen Herstellern wie Apple, Intel, Micron, Phison, Samsung, Silicon Motion oder Western Digital. Der Flash-Speicher kommt primär von Flash Forward (Toshiba & WD), Intel, Samsung, SK Hynix und Micron.
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