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Solid-State: BYD will Festkörperakkus 2030 in alle E-Autos einbauen

BYD hat seinen Fahrplan für die Einführung von Festkörperakkus in seinen E-Autos vorgestellt.
/ Andreas Donath
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Sealion 7 von BYD (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Sealion 7 von BYD Bild: Werner Pluta/Golem.de

Chinas führender Hersteller von Elektrofahrzeugen BYD will 2030 Festkörperakkus in seine Elektrofahrzeuge einbauen. Die Ankündigung erfolgte während des 2nd China All-Solid-State Battery and Development Summit, bei dem Sun Huajun, Technologie-Chef des Tochterunternehmens Shenzhen BYD Lithium Battery laut Cnevpost mitteilte(öffnet im neuen Fenster) .

Die Einführung wird in mehreren Phasen erfolgen. Ab 2027 bis 2029 werden zunächst begrenzte Stückzahlen mit Solid-State-Battery gebaut. Die Einführung in vollem Umfang und die Massenproduktion sollen im Jahr 2030 beginnen.

Nach Angaben von Sun werden in der ersten Phase sulfidbasierte Festkörperakkus bei Luxusfahrzeugen integriert. Die Akkus sollen sich durch eine längere Lebensdauer, eine schnellere Aufladung und höhere Sicherheit gegen thermisches Durchgehen auszeichnen.

Technischer Fortschritt und Marktposition

BYDs Entwicklung von Festkörperakkus begann im Jahr 2013, und bis 2023 validierte das Unternehmen die Machbarkeit der Massenproduktion für verschiedene Zellsysteme und Materialien. Zu den jüngsten Entwicklungen gehören erfolgreiche Tests von Festkörperzellen mit 20 Ah und 60 Ah Kapazität.

Das Unternehmen plant, die Produktion von LFP-Batterien (Lithium-Eisen-Phosphat) für die nächsten 15 bis 20 Jahre aufrechtzuerhalten, und begründet dies mit Überlegungen zur Lieferkette und Kostenfaktoren.

Branchenanalysten weisen darauf hin, dass die Festkörperbatterien zwar einen potenziellen Durchbruch in der EV-Technologie darstellen, dass aber noch einige Herausforderungen zu bewältigen sind, bevor eine breite Einführung möglich ist. Dazu gehören hohe Produktionskosten und Komplikationen bei der Skalierung von Festelektrolyt-Herstellungsprozessen.

Andere große Automobilhersteller wie Mercedes-Benz, Toyota, Stellantis und Nissan arbeiten ebenfalls an der Entwicklung ihrer eigenen Festkörperbatterielösungen.

Der von BYD vorgelegte Fahrplans passt zu den Plänen des Akkuherstellers CATL, der ebenfalls ab 2027 die Produktion anstrebt, wenn auch nur in begrenzten Mengen.


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