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Solarzellproduktion: Tesla verhandelt Kauf von Solartechnik für Milliarden Dollar

Elon Musk will in den USA eine große Solarzellproduktion aufbauen. Mit chinesischen Maschinenbauern laufen Verhandlungen zum Kauf der Technik.
/ Johannes Hiltscher
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Solarzellen auf dem Dach eines Gebäudes von SpaceX (Bild: Steve Jurvetson, Flickr)
Solarzellen auf dem Dach eines Gebäudes von SpaceX Bild: Steve Jurvetson, Flickr / CC-BY 2.0

Elon Musk ist großer Solar-Fan , doch die Einfuhrzölle der USA für Panels aus China machen sie nach seiner Aussage wirtschaftlich unattraktiv . Beim Weltwirtschaftsforum in Davos sprach Musk daher im Januar 2026 erstmals vom Aufbau einer eigenen Fertigung(öffnet im neuen Fenster) für Tesla und SpaceX.

Die Pläne werden derzeit konkreter, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster) : Tesla befindet sich demnach mit drei chinesischen Maschinenbauern in fortgeschrittenen Verhandlungen.

Sie sollen die Technik für die Herstellung von Solarzellen und -panels liefern, Know-how, das mittlerweile in der Volksrepublik konzentriert ist. Insgesamt soll es um ein Auftragsvolumen von 2,9 Milliarden US-Dollar gehen.

Hochgesteckte Ziele

Denn wie immer macht Musk gleich große Pläne: Die geplante Fabrik soll jährlich Solarzellen mit einer Gesamtleistung von 100 GW herstellen.

Ein solcher Umfang hieße, dass die geplante Fabrik jährlich Solarzellen mit einer Leistung produzieren würde, die dem Dreifachen des Zubaus an Solarkapazität in den USA im Jahr 2024(öffnet im neuen Fenster) entspricht. Für die Umsetzung der Pläne setzte Musk drei Jahre an.

Erste Stellenausschreibungen

Eine Stellenausschreibung auf der Tesla-Homepage unterstreicht die hochgesteckten Ziele: Der einzustellende Staff Manufacturing Development Engineer solle "helfen, vor Ende 2028 eine 100-GW-Solarzellfertigung auf US-Boden aufzubauen" .

Eine Lieferung der Maschinen soll bis zum Herbst 2026 erfolgen, wobei fraglich ist, ob sich dies auf das gesamte Auftragsvolumen bezieht. Obwohl die erwähnte Stelle in Kalifornien ausgeschrieben ist, sollen die Maschinen wohl nach Texas geliefert werden.

Laut Reuters laufen aktuell Verhandlungen mit Suzhou Maxwell Technologies, das Siebdruckmaschinen für die Solarzellfertigung herstellt, sowie Shenzhen S.C New Energy Technology und Laplace Renewable Energy ​Technology. Während die US-Regierung die Maschinen nicht mit Zöllen belegt, könnte die chinesische Regierung zum Problem werden. Einen Teil der Ausfuhren muss sie den Quellen von Reuters zufolge genehmigen.


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