Solarpanels, Akkus, Seltenerdmetalle: Importabhängigkeit von China wächst
Die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung(öffnet im neuen Fenster) hat die Daten des Statistischen Bundesamtes(öffnet im neuen Fenster) zur Entwicklung des deutschen Außenhandels analysiert. Sie kommt zu dem Schluss, dass die deutsche Chinastrategie, wonach die Abhängigkeit von dem asiatischen Land reduziert werden müsse, bei Gütern wie Batterien, Solarzellen oder Antibiotika, nicht aufgeht.
Seit 2023 hat sich der Anteil von Lithium-Ionen-Akkus an der Gesamtimportmenge um ein Drittel erhöht. Er liegt jetzt bei über 66 Prozent. Noch kritischer sieht es bei Solarzellen aus. Schon 2023 stammten 89 Prozent aller Module aus China, 2025 waren es fast 93 Prozent.
Allerdings dürfte Deutschland mit dieser dominierenden Rolle Chinas bei den Importen keineswegs allein auf der Welt dastehen. Bei beiden Gütern nimmt die Volksrepublik eine global führende Rolle ein.
Gemischtes Ergebnis bei Seltenerdmetallen
Auch in weiteren Bereichen sieht der Bericht Fehlentwicklungen. Bei Antibiotika, Vitaminen und medizinischer Ausrüstung nimmt China ebenfalls eine wesentlich zu starke Rolle ein. Zumal sich der Anteil der Produkte, die aus China kommen, in jedem Sektor in den letzten zwei Jahren erhöht hat.
Eine andere Entwicklung ist bei Seltenerdmetallen, die für zahlreiche elektronische Komponenten, Legierungen oder Permanentmagneten benötigt werden, zu beobachten. Hier ist Chinas Anteil von 69 auf 55 Prozent zurückgegangen, ungefähr ein Fünftel. Gleichzeitig jedoch hat sich die gelieferte Ware aus China deutlich verteuert.
Wobei angemerkt werden muss, dass bei fast allen analysierten Warengruppen der Anteil an der Importmenge deutlich über dem Anteil am Importwert liegt. Das heißt, dass die aus China importierten Medikamente, Akkus oder Solarzellen im Durchschnitt günstiger sind als aus anderen Herkunftsländern. Bei kritischen Rohstoffen wie Gallium oder Germanium ist es genau umgekehrt, allerdings lässt sich hier wie den Seltenerdmetallen ein Trend zur Verringerung der Importabhängigkeit erkennen.