Abo
  • Services:

Solarin-Smartphone: Blockchain statt Luxus

Sie hatten es mit einem 14.000 Euro Smartphone versucht und waren damit gescheitert. Jetzt wollen die Macher des Startups Solarin mit einem Blockchain-Smartphone erfolgreich werden. Finanziert werden soll das - natürlich - über einen Token-Sale auf Ethereum-Basis.

Artikel veröffentlicht am ,
Finney soll das erste Blockchain-Smartphone werden.
Finney soll das erste Blockchain-Smartphone werden. (Bild: Solarin)

Das Smartphone-Startup Sirin Labs will nach dem gescheiterten Luxussmartphone für 14.000 US-Dollar jetzt ein Blockchain-Smartphone entwickeln, das sich zum sicheren Aufbewahren von Kryptowährungen eignen soll. Der Hersteller behauptet, es würde sich um das einzige Smartphone der Welt handeln, das dafür geeignet sein soll.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Leonberg
  2. Hannover Rück SE, Hannover

Das Gerät soll ab Oktober in einem Crowdsale finanziert werden. Natürlich nutzt Solarin dafür nicht einfach Kickstarter, sondern verpflichtet die potentiellen Käufer, eine von Solarin selbst entwickelte Kryptowährung, die sogenannten SRN-Token, zu kaufen. Umgerechnet soll das Smartphone rund 1.000 US-Dollar kosten. Unklar ist, ob Steuern in diesem Preis schon enthalten sind.

Auf dem nach Hal Finney benannten Smartphone läuft eine modifizierte Version von Android, die als Shield OS bezeichnet wird. Nutzer bekommen 256 GByte Speicher, eine 16 Megapixel-Kamera und einige spezielle Sicherheitsfunktionen. Es soll ein "verhaltensbasiertes Intrusion-Prevention-System" zum Einsatz kommen. Angaben zum Prozessor und anderen Details gibt es derzeit, wie beim Librem-5-Smartphone, derzeit nicht.

Eigener, "fairer" Appstore

Solarin will einen eigenen Appstore entwickeln, der "fairer" sein soll als Googles Playstore oder Apples App Store, weil Entwickler 100 Prozent der Einnahmen direkt bekommen. Die Apps in diesem Store sollen durch Sicherheitsaudits geprüft werden, um Nutzer nicht zu gefährden. In dem Store kann auch mit den SRN-Token gezahlt werden.

  • Sirin Labs will ein Blockchain-Smartphone finanzieren (Bild: Sirin Labs)
  • Wenn genug Geld zusammenkommt, soll außerdem ein PC entstehen. (Bild: Sirin Labs)
Sirin Labs will ein Blockchain-Smartphone finanzieren (Bild: Sirin Labs)

Wirklich besonders aber soll das Gerät durch die Integration von Blockchain-Technologien werden. Damit könne das Gerät vor Manipulationen geschützt werden, schreiben die Macher. Außerdem könnten Nutzer das Gerät Kryptowährungen schürfen lassen, wenn sie es gerade nicht nutzen. Das ist jedoch nur zu empfehlen, wenn das Gerät mit dem Stromnetz verbunden ist. Unklar ist, ob sich das in Deutschland angesichts der Stromkosten überhaupt rentiert.

Eine integrierte "cold-storage" Wallet kann genutzt werden, um verschiedene Kryptowährungen abzulegen. Neben Bitcoin sollen Ether, Litecoin, Dash, Zcash, Dogecoin und weitere unterstützt werden. Als Blockchain-Backend kommt Iota zum Einsatz, Forscher kritisierten dort Sicherheitsmängel. Die Betreiber reagierten mit einem Update, bestreiten aber die Sicherheitsprobeme.

Der Crowdsale soll mindestens 50 Millionen US-Dollar einbringen, dann wird die Entwicklung des Smartphones gestartet. Wenn mehr als 75 Millionen zusammenkommen, soll auch ein PC entwickelt werden. Kommen mehr als 100 Millionen Dollar zusammen, könnte Shield-OS auch für OEM-Hersteller freigegeben werden. Im Whitepaper (PDF) gibt es einige technische Besonderheiten, die die Hersteller einhalten müssten.

Als frühester Launchtermin ist das Jahr 2019 angegeben. Wie immer bei Crowdfunding-Projekten weisen wir daraufhin, dass die Investition in ein solches Projekt keine Lieferung eines fertigen Produktes garantiert.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Far Cry 5, Skyrim Special Edition, Tekken 7, The Witcher 3, Ghost Recon Wildlands...
  2. (u. a. Conjuring 2, Hacksaw Ridge, Snowden, The Accountant)
  3. (u. a. Steelseries Arctis 5 Headset 79,90€, VU+Solo 2 SAT-Receiver 164,90€, Intenso 960-GB-SSD...
  4. (heute u. a. UHD-Fernseher von Samsung, Kameraobjektive, Büro- und Gamingstühle, Produkte von TP...

neokawasaki 29. Sep 2017

'Cold storage' aufm nicht weiter beschriebenen Phone eines Flop-Unternehmens ohne...

simon_moon 29. Sep 2017

Das WhitePaper ist da schon beinahe eine künstlerische Leistung, ich hätte nicht...

Iruwen 28. Sep 2017

Shut up and take my money. Zweitbeste Investition nach Juicero.

sfe (Golem.de) 28. Sep 2017

Bevor der Thread weiter abrutscht wird er geschlossen. Sebastian Fels (golem.de)

ElMario 28. Sep 2017

herrlich :'D


Folgen Sie uns
       


Lenovo Yoga Book C930 mit E-Ink-Display ausprobiert (Ifa 2018)

Ein Convertible mit E-Ink-Display - das Yoga Book C930 ist ein Hingucker, aber wie bedient es sich? Wir haben es ausprobiert.

Lenovo Yoga Book C930 mit E-Ink-Display ausprobiert (Ifa 2018) Video aufrufen
SpaceX: Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen
SpaceX
Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen

Ein japanischer Milliardär ist der mysteriöse erste Kunde von SpaceX, der um den Mond fliegen will. Er will eine Gruppe von Künstlern zu dem Flug einladen. Die Pläne für das Raumschiff stehen kurz vor der Fertigstellung.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Mondwettbewerb Niemand gewinnt den Google Lunar X-Prize

Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

Red Dead Redemption 2 angespielt: Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen
Red Dead Redemption 2 angespielt
Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen

Überfälle und Schießereien, Pferde und Revolver - vor allem aber sehr viel Interaktion: Das Anspielen von Red Dead Redemption 2 hat uns erstaunlich tief in die Westernwelt versetzt. Aber auch bei Grafik und Sound konnte das nächste Programm von Rockstar Games schon Punkte sammeln.
Von Peter Steinlechner

  1. Red Dead Redemption 2 Von Bärten, Pferden und viel zu warmer Kleidung
  2. Rockstar Games Red Dead Online startet im November als Beta
  3. Rockstar Games Neuer Trailer zeigt Gameplay von Red Dead Redemption 2

    •  /