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Solarhersteller: Meyer Burger nimmt Produktion in den USA auf

Die Herstellung von Solarmodulen im Werk in Arizona ist angelaufen. Ab Ende 2024 will Meyer Burger auch Solarzellen in den USA fertigen.
/ Andreas Fischer
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Foto aus vergangenen Zeiten: Fertigung von Solarmodulen in Freiberg (Bild: Meyer Burger)
Foto aus vergangenen Zeiten: Fertigung von Solarmodulen in Freiberg Bild: Meyer Burger

Der Schweizer Solarhersteller Meyer Burger hat mit der Produktion von Solarmodulen im US-Bundesstaat Arizona begonnen(öffnet im neuen Fenster) . Man habe das für den offiziellen Produktionsstart vorausgesetzte Fabrik-Audit ohne Abweichungen bestanden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Die für die Modulproduktion benötigten Solarzellen werden derzeit noch am deutschen Standort in Thalheim (Stadt Bitterfeld-Wolfen) produziert. Der Standort werde "auf absehbare Zeit benötigt, um den Hochlauf in den USA zu gewährleisten" .

Allerdings errichtet der Hersteller derzeit ein weiteres Solarzellenwerk in Colorado Springs in Colorado. Wie es danach weitergeht, sei noch offen. Laut einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung(öffnet im neuen Fenster) (NZZ) wird die Produktion in Colorado Springs voraussichtlich Ende des Jahres anlaufen.

Keine Subventionen in Deutschland

Die Produktion von Solarmodulen im deutschen Freiberg liegt derweil seit dem Frühjahr still . Hoffnungen des Unternehmens auf Subventionen in Deutschland hatten sich laut NZZ nicht erfüllt. Stattdessen richte sich das Unternehmen "voll darauf aus, von den staatlichen Fördermaßnahmen in den USA zu profitieren" .

Präsident Joe Biden habe "Programme in Milliardenhöhe aufgelegt" , mit denen unter anderem der Kauf von in den USA produzierten Solarmodulen gefördert werde. Trotzdem habe Meyer Burger noch eine Finanzierungslücke von 450 Millionen Schweizer Franken. Das sei mehr als das Dreifache des Umsatzes des Unternehmens im vergangenen Jahr, so die NZZ.


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