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Solarflugzeug: Solar Impulse startet wieder

Die Piloten freuen sich schon: Das Solarflugzeug Solar Impulse 2 startet bald zum zweiten Teil seiner Weltumrundung. Nach einem Akkudefekt musste das Flugzeug in Hawaii überwintern.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Werner Pluta
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Solarflugzeug Si2 im Anflug auf Hawaii (am 3. Juli 2015): erste Möglichkeit für den Start nutzen (Bild: Revillard/Solar Impulse)
Solarflugzeug Si2 im Anflug auf Hawaii (am 3. Juli 2015): erste Möglichkeit für den Start nutzen Bild: Revillard/Solar Impulse

Kurs Richtung US-Festland: Nach einer achtmonatigen Zwangspause in Hawaii ist das Solarflugzeug Solar Impulse HB-SIB(öffnet im neuen Fenster) (Si2) wieder startklar. Die nächste Etappe der Weltumrundung im Solarflugzeug ist der US-Bundesstaat Kalifornien.

Solar Impulse in Hawaii
Solar Impulse in Hawaii (02:47)

"Wenn das Wetter es zulässt, können wir bald zu unserer Pazifiküberquerung starten" , schreibt André Borschberg im Blog von Solar Impulse(öffnet im neuen Fenster) . Borschberg hat das Projekt Solar Impulse(öffnet im neuen Fenster) zusammen mit Bertrand Piccard gegründet. Beide wechseln sich beim Weltflug im Cockpit ab.

Akkus mussten getauscht werden

Si2 sitzt seit Juli vergangenen Jahres in Hawaii fest. Während der langen Etappe von Japan nach Hawaii waren einige der Akkus überhitzt und mussten ausgetauscht werden. Dadurch war ein Weiterflug im vergangenen Jahr nicht mehr möglich.

Bertrand Piccard zur Unterbrechung des Weltflugs
Bertrand Piccard zur Unterbrechung des Weltflugs (02:10)

Inzwischen sind die neuen Akkus eingebaut und das Flugzeug ist wieder einsatzbereit. Die vergangenen zwei Monate hätten sie mit Vorbereitungen und Wartungsarbeiten verbracht. Außerdem sei Si2 seit Mitte Februar zu einer Reihe von Testflügen aufgestiegen. Jetzt warteten sie auf die Freigabe für den Weiterflug. "Wir werden ganz bestimmt die erste Möglichkeit nutzen, um unser Abenteuer wieder aufzunehmen" , beteuert Borschberg.

Solarzellen laden Akkus

Si2 hat eine Spannweite von 72 Metern, wiegt aber 2,3 Tonnen. Angetrieben wird das Solarflugzeug von vier Elektromotoren, die von Solarzellen auf der Oberseite der Tragflächen mit Strom versorgt werden. In den vier Motorgondeln sitzen zudem Akkus, die tagsüber geladen werden, um Strom für den Nachtflug zu haben. Außerdem speichert Si2 Energie in Form von Flughöhe: Tagsüber steigt das Flugzeug bis auf über 8.500 Meter. Im Laufe der Nacht sinkt es bis auf 1.500 Meter ab.

Wegen des geringen Gewichts ist Si2 anfällig für schlechtes Wetter. Der Weltflug war deshalb so geplant, dass das Wetter weitgehend stabil ist und mit wenig Stürmen zu rechnen ist: Der Flug sollte von April bis August dauern, die Route entspricht in etwa dem Wendekreis des Krebses. Dennoch gab es Probleme mit dem Wetter: Ein drohender Wetterumschwung hatte Borschberg zu Beginn der Pazifiküberquerung zu einer unplanmäßigen Zwischenlandung in Japan gezwungen .

Die Weltumrundung startete Anfang März 2015 in Abu Dhabi. Geplant waren zwölf Etappen. Durch den Stopp in Japan wurde es eine mehr. Im August 2015 wollten Borschberg und Piccard wieder in Abu Dhabi sein. Der nächste Stopp wird San Francisco. Danach geht es mit einem Zwischenstopp nach New York. Es folgt die Atlantiküberquerung, die von New York voraussichtlich nach Südeuropa oder Nordafrika führt. Die letzte Etappe bringt Si2 dann wieder zum Ausgangspunkt in Abu Dhabi. Ziel des Projekts ist, für nachhaltige und saubere Technik zu werben.

Nachtrag vom 22. April 2016, 12:45 Uhr:

Si2 ist wieder in der Luft: Bertrand Piccard ist am 21. April um 9:15 Uhr Ortszeit (18:15 Uhr unserer Zeit) vom Flughafen Kalaeloa, einige Kilometer westlich von Honolulu auf der Insel Oahu, aus gestartet. Auf der Website von Solar Impulse(öffnet im neuen Fenster) kann der Flug live verfolgt werden.

Ziel der neunten Etappe der Weltumrundung ist Mountain View im US-Bundesstaat Kalifornien. Der Flug wird laut Plan 62 Stunden dauern. Am Sonntagmorgen Ortszeit soll Piccard auf dem von Google betriebenen Flughafen Moffett Airfield landen. Google ist einer der Unterstützer des solaren Weltflugs.


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