Wie sieht es mit der Amortisation aus?

Szenario 1

Auch die Amortisierung wird unter diesem Aspekt möglicherweise schwierig bis ganz unmöglich. Angenommen der Grundverbrauch in meinem Arbeitszimmer liegt bei 50 Watt und mein PC ist zusätzlich noch einmal zwölf Stunden jeden Tag an:

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365 Tage * 24 * 50 W
und
365 Tage * 12 * 200 W
ergibt
3.600 Wh.

3.600 Wh * 365 Tage = 1.314.000 Wh

1.314 kWh * 0,31 Euro = 407,34 Euro

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Dann sind das 407 Euro pro Jahr und ich bräuchte 17 Jahre (!), bis sich die ganze Sache amortisiert hat. Sollten sich die Stromkosten ab jetzt erhöhen, was gar nicht so unwahrscheinlich ist, dann wird es natürlich schneller gehen. Aber bei einer Lebenserwartung von unter sechs Jahren wird sich die EP500 Pro gar nicht amortisieren. Jetzt wird womöglich klarer, warum Bluetti auf seiner Seite vor allem das Thema Stromausfall und das gute Gewissen, weniger CO2 zu produzieren, hervorhebt ... Wobei gerade Letzteres auch wieder infrage steht, da zur Herstellung ja sicher einiges an CO2 benötigt wurde.

Szenario 2

Die oben berechneten 3.600 Wh pro Tag kommen aber gar nicht komplett vom Akku, sondern werden zumindest jetzt im Sommer einfach direkt von den Solarpanels entnommen. Möglicherweise könnte ich das Doppelte verbrauchen und die EP500 Pro wäre immer noch nicht an ihrer Kapazitätsgrenze. Andererseits muss ich dann auch jeden Tag das Doppelte aufladen und es dauert länger, bis der von den Solarpanels gewonnene Solarstrom alleine zum Verbrauchen zur Verfügung steht. Aber mit dem Doppelten, also 2 * 3.600 Wh = 7.200 Wh, käme ich auf Einsparungen von 814,68 Euro und die Bluetti würde sich schon nach weniger als neun Jahren amortisieren.

Szenario 3

Hier noch ein anderes und durchaus realistisches Szenario: Meine Solarpanels können über Mittag über 2.000 Watt produzieren und haben zu diesem Zeitpunkt die EP500 Pro schon längst wieder aufgeladen. Ich kann jetzt bestimmt über zwei Stunden lang Geräte betreiben, die um die 2.000 Watt herum verbrauchen, wie zum Beispiel eine Getreidemühle, einen Mixer, eine Pumpe zum Bewässern des Gartens, die Waschmaschine oder den bei uns in der Mikrowelle eingebauten Herd. Damit könnten in zwei bis drei Stunden noch einmal 4.000 Wh zusammenkommen.

  • Geliefert wird: ein großes Paket voller Solarpanels (Bild: Thomas Ell)
  • Die für die Solarpanels benötigten Kabel (Bild: Thomas Ell)
  • Die Solarpanels sind einzeln verpackt. (Bild: Thomas Ell)
  • Die auf dem Dach montierten Solarpanels (Bild: Thomas Ell)
  • Die Bluetti ist ebenfalls groß - und schwer. (Bild: Thomas Ell)
  • Eine ernüchternde gemessene Kapazität (Bild: Thomas Ell)
  • Das Steuerungsdisplay der Bluetti (Bild: Thomas Ell)
  • Die durch die Balkonschwelle gezogenen Kabel zu den Solarpanels (Bild: Thomas Ell)
  • Die Bluetti EP500 Pro (Bild: Thomas Ell)
  • Die Bluetti EP500 Pro (Bild: Thomas Ell)
Das Steuerungsdisplay der Bluetti (Bild: Thomas Ell)

Wenn ich das zusammen rechne: 3.600 Wh + 4.000 Wh = 7.600 Wh und einmal einen zukünftigen Strompreis von 62 Cent, also dem doppelten meines jetzigen Strompreises, annehme, also 7,6 kWh * 365 Tage * 0,62 Euro, liegt die Ersparnis durch den Einsatz meiner Anlage bei 1.719 Euro! Dann hat sich meine Anlage schon nach vier Jahren amortisiert.

Theoretische Berechnung der mit der Bluetti EP500 Pro möglichen Gesamtersparnis

Bei den Überlegungen zur Amortisation ist mir ein interessanter Gedanke gekommen: Ich habe mir überlegt, wie viel Energie ich innerhalb der garantierten Lebensdauer der Bluetti überhaupt sammeln und verarbeiten könnte!

Also: Fünf Jahre sind 5 * 365 Tage = 1.825 Tage. Die EP500 Pro hat einen leistungsfähigen LiFePO4-Akku eingebaut, der laut Bluetti mindestens 3.500-mal komplett entleert und wieder aufgeladen verwendet werden kann, bis er nur noch eine Leistungsfähigkeit von 80 Prozent hat. Bei nur 1.825-maligem kompletten Ent- und Aufladen nehme ich als Durchschnitt eine Kapazität von 90 Prozent an. Zur Berechnung darf ich aber auf keinen Fall die angepriesenen 5.120 Wh, sondern nur die von mir im günstigen Fall gemessenen 3.800 Wh nehmen. Und davon 90 Prozent. Das sind nur noch 3.420 Wh.

Macht 1.825 * 3.420 Wh = 6.241.500 Wh oder auch 6.241,5 kWh. Das darf jetzt jeder mit dem Kilowattpreis seiner Wahl multiplizieren, um herauszufinden, ob es sich für sie oder ihn lohnt.

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Das ist jetzt natürlich ein bisschen idealisiert betrachtet, nützt aber dennoch für ein besseres Verständnis, was tatsächlich so an Energie umgesetzt wird. Diese Betrachtung unterschlägt auch den Nutzen, den der eingebaute Wechselrichter der Bluetti auch dann noch hat, wenn der Akku schon längst voll ist. Denn auch dann kann ja über Sonnenenergie Strom gewonnen und verbraucht werden und sich so positiv auf die Stromrechnung auswirken.

Das Ding muss ans Haus

Alles in allem funktioniert zumindest jetzt im Sommer mein Setting sehr gut. Nur nerven die quer durchs Haus gehenden Kabel etwas. Die Lösung wäre ein Anschluss der EP500 Pro an unseren Verteilerkasten im Keller. Dazu habe ich einen Elektriker angefragt, der leider erst um die Jahreswende Zeit für mich hat. Aber dann lasse ich mir einen Umschalter vom Netz auf einen zweiten Eingang einbauen, mit dem ich dann die EP500 Pro verbinden kann.

Bluetti bietet dazu in den USA ein sogenanntes Smart Home Panel für 1.499 US-Dollar an, was aber scheinbar zurzeit in Deutschland nicht lieferbar ist. Mir erschließt sich auch nicht, warum die Einspeisung des Stromes von der EP500 Pro ein extra Gerät benötigt, welches noch dazu so teuer ist. Ich bin gespannt, was der Elektriker dazu sagen wird.

Für ein Konkurrenzprodukt gibt es ein Video, das einen solchen Umschalter zeigt und wie ein Batteriespeicher die Waschmaschine betreibt. Sollte es aber grundsätzlich möglich sein, wäre es auch sinnvoll, die in unserem Haus auch noch existierenden weiteren ständigen Verbraucher wie Heizung, zwei Kühlschränke und eine Tiefkühltruhe ebenfalls an die EP500 Pro zu hängen. Ich denke, dass das zumindest im Sommer noch gut funktionieren sollte.

Sobald ich sicher bin, wo die Bluetti in Zukunft dauerhaft stehen soll, werde ich die freilaufenden Kabel ordentlich und vermutlich in Kunststoffröhren verlegen.

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der_wahre_hannes 27. Sep 2022 / Themenstart

Da war der Mod aber noch vor dem ersten Kaffee unterwegs, oder? :P (das [...] kommt von...

Haukeeee 26. Sep 2022 / Themenstart

Ein dafür nicht gemachter Leitungsschutzschalter soll in einem Konstantstromkreis genau...

uschatko 26. Sep 2022 / Themenstart

denn mit dieser "Installation" ist das vorprogrammiert. Der Autor wird im Schadensfall so...

PanicMan 26. Sep 2022 / Themenstart

Dabei gibt es schon so verdammt viele gute Lösungen wie man das alles selber für kleines...

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