Sommeralltag: Es läuft. Aber wie wird es im Winter?

Mit der bisher beschriebenen Konfiguration verwende ich die Bluetti jetzt seit 14 Tagen. Dabei konnte ich bei mir folgendes generelle Verhalten beobachten: Morgens ist die EP500 Pro auf etwa 65 bis 80 Prozent entladen, je nachdem, wie intensiv ich den Desktop-PC am Abend noch verwendet habe (RDR2 treibt den Energieverlust hoch), da bei mir ab circa 17 Uhr kaum noch Sonnenlicht auf die Solarpanels fällt.

Stellenmarkt
  1. IT & Technik
    Bezirkskliniken Schwaben, alle Standorte
  2. Projektleiter (w/m/d) im Bereich Breitbandinfrastruktur
    RBS wave GmbH, Stuttgart, Ettlingen
Detailsuche

Während ich schlafe, verbrauchen die Fritzbox und die noch angeschlossenen Ladegeräte kontinuierlich 80 bis 90 Watt. Dazu kommt noch der Eigenverbrauch der EP500 Pro. Ab ungefähr 8:30 Uhr kommen über 250 Watt rein und ab 9 Uhr über 700 Watt, die sich im Verlauf der nächsten Stunden bei wolkenlosem Himmel bis auf manchmal über 2.000 Watt steigern (Anfang August).

So wird die EP500 Pro im Verlauf des Vormittags wieder aufgeladen und ist meist lange vor 12 Uhr wieder bei 100 Prozent. Die hält sie dann mühelos über die Mittagszeit. In dieser Zeit kann ich auch viele der Hochstromverbraucher wie Spülmaschine und Mikrowelle verwenden.

  • Geliefert wird: ein großes Paket voller Solarpanels (Bild: Thomas Ell)
  • Die für die Solarpanels benötigten Kabel (Bild: Thomas Ell)
  • Die Solarpanels sind einzeln verpackt. (Bild: Thomas Ell)
  • Die auf dem Dach montierten Solarpanels (Bild: Thomas Ell)
  • Die Bluetti ist ebenfalls groß - und schwer. (Bild: Thomas Ell)
  • Eine ernüchternde gemessene Kapazität (Bild: Thomas Ell)
  • Das Steuerungsdisplay der Bluetti (Bild: Thomas Ell)
  • Die durch die Balkonschwelle gezogenen Kabel zu den Solarpanels (Bild: Thomas Ell)
  • Die Bluetti EP500 Pro (Bild: Thomas Ell)
  • Die Bluetti EP500 Pro (Bild: Thomas Ell)
Die durch die Balkonschwelle gezogenen Kabel zu den Solarpanels (Bild: Thomas Ell)

Manchmal sinkt dabei die zur Verfügung stehende Kapazität wieder etwas, da aber bei viel Sonnenlicht gleichzeitig zwischen 1.000 und 2.000 Watt von den Solarpanels reinkommen, ist die EP500 Pro meist nach kurzer Zeit wieder voll. Sicher wird das in einer Regenphase oder im Winter anders sein.

Wie wird der Winteralltag?

Golem Karrierewelt
  1. Deep Dive: Data Governance Fundamentals: virtueller Ein-Tages-Workshop
    22.02.2023, Virtuell
  2. Deep Dive: Data Architecture mit Spark und Cloud Native: virtueller Ein-Tages-Workshop
    01.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

In der Winterzeit ist es sehr wahrscheinlich, dass die EP500 Pro zeitweise nicht genügend Sonnenenergie zugeführt bekommt. In diesem Fall würde der eingebaute Akku irgendwann leer sein.

Darum ist es sinnvoll, im Winter die EP500 Pro nicht nur über die Solarpanels, sondern zusätzlich auch an das Hausnetz anzuschließen und sie darüber aufzuladen zu lassen. Sollte doch einmal die Sonne scheinen, so hätte ich davon leider nichts, da die EP500 Pro bedingt durch den Anschluss ans Hausnetz dann sowieso immer voll sein wird und so durch die gleichzeitig angeschlossenen Solarpanels gar nicht mehr geladen werden kann. Zum Glück gibt es dafür eine Lösung.

Bisher habe ich alle Experimente im beim ersten Einschalten standardmäßig eingestellten Standard-USV-Modus gemacht. Im Gegensatz zur dort beschriebenen Aussage, dass in diesem Modus die EP500 Pro nur mit Netzenergie verwendet wird, habe ich stattdessen ausschließlich meine Solarpanels (PV) angeschlossen. Das hat wunderbar funktioniert, führt aber eben auch dazu, dass bei nicht genügender Sonnenenergie die EP500 Pro irgendwann leer ist und dann die angeschlossenen Verbraucher abschaltet!

Es gibt aber insgesamt vier verschiedene Modi:

Standard-USV-Modus: voreingestellter Modus. Dieser Modus ist vermutlich für viele Anwender das Hauptfeature. Dabei wird die EP500 Pro mit einem normalen Netzanschluss verbunden und die zu sichernden Geräte, zum Beispiel ein Desktop-PC, an die EP500 Pro. Die EP500 Pro versucht immer, egal ob über das öffentliche Netz oder über angeschlossene Solarpanels, den eingebauten Akku auf 100 Prozent vollzuladen und den Ladezustand anschließend zu halten. Angeschlossene Verbraucher werden dynamisch durch die Pass-Through-Funktion mit Strom versorgt. Fällt der Strom aus, so werden angeschlossene Verbraucher automatisch über den eingebauten Akku weiter mit Strom versorgt, bis der Akku leer ist. Ich habe das ausprobiert, meinen Desktop-PC eingeschaltet und anschließend die Stromversorgung zwischen der EP500 Pro und dem Netz wieder getrennt. Tatsächlich lief mein Desktop-PC anschließend weiter.

Zeitgesteuerter USV-Modus: Dieser Modus ist beim überwiegenden Einsatz mit dem öffentlichen Netz interessant. Und zwar vor allem dann, wenn zu verschiedenen Zeiten der Strom unterschiedlich viel kostet. Es lassen sich bis zu sechs verschiedene Zeiträume definieren, in denen die EP500 Pro gezielt geladen oder aber entladen wird. Dadurch wird es möglich, einen zu einer bestimmten Zeit niedrigen Strompreis zum Laden zu verwenden und/oder angeschlossene Verbraucher zu einer bestimmten Zeit mit Strom zu versorgen.

PV-Prioritäts-USV-Modus: Dieser Modus ist ideal für das oben erwähnte Problem. Hier kann der SoC-Wert angegeben werden, bis zu dem die EP500 Pro entladen wird. Damit der Modus sinnvoll eingesetzt werden kann, sollten sowohl das öffentliche Netz als auch die Solarpanels angeschlossen sein. Im Normalfall sorgen die angeschlossen Solarpanels für einen immer genügend geladenen Akku, sollte aber zum Beispiel mehrere Tage kein Sonnenlicht auf die Panels fallen und der SoC auf den eingestellten Wert fallen, wird der Akku automatisch durch das öffentliche Netz auf dem eingestellten SoC-Wert gehalten, so dass angeschlossene Verbraucher nicht abgeschaltet werden und auch in einem Notfall noch etwas Energie für eine Notversorgung übrig ist!

Angepasster USV-Modus: Hier können alle Werte nach Belieben individuell eingestellt werden.

Jackery Solargenerator 1000 PRO 160W

Was noch aufgefallen ist

Hängt die EP500 Pro einfach nur am Netz, scheint sie ungefähr 17 Watt zu verbrauchen. Ist der AC-Anschluss aktiviert (aber noch nichts angeschlossen), habe ich ungefähr 50 Watt gemessen. Eine für den Leerlauf nicht unerhebliche Last, die natürlich auch dafür sorgt, dass die EP500 Pro nach einigen Tagen leer ist.

Merkwürdig war dabei die Tatsache, dass laut Display die verbrauchenden Watt größer waren als die durch das Netzkabel hereinkommenden. Und auch das an die für den Eingang zuständige Steckdose eingesteckte Wattmeter zeigte nochmals weniger an! Erklären würde sich das dadurch, dass eben der Akku an der Stromversorgung des angeschlossenen Geräts mit beteiligt ist. Nach einiger Zeit stiegen die angezeigten Watt an der Anzeige für den AC-Eingang auf über 2.000 Watt an, die Kapazitätsanzeige war auch tatsächlich auf 99 Prozent hinuntergegangen und wurde offensichtlich wieder über den AC-Eingang geladen.

Durch die Pass-Through-Ladefunktion für AC- und DC-Ausgänge sollte der Akku der EP500 Pro nach Ladeschluss nicht mehr geladen werden. Andererseits muss die Steuerung der EP500 Pro ja immer laufen und nicht nur, wenn der Netzstrom angestöpselt ist. Also wird der Akku vermutlich tatsächlich immer ein wenig belastet und muss darum von Zeit zu Zeit wieder nachgeladen werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Lieferung: ab dem Carport selbst tragenGleichstrom, Wechselstrom, Wechselrichter 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9.  


phinotv 00:26 / Themenstart

Deine flachliegenden Solarpaneele sind extrem kontraproduktiv, wenn man den Strom am...

phinotv 00:09 / Themenstart

Deine Angaben und WAF-Probleme decken sich fast komplett mit meinen bis vor einem Jahr...

uschatko 26. Sep 2022 / Themenstart

denn mit dieser "Installation" ist das vorprogrammiert. Der Autor wird im Schadensfall so...

PanicMan 26. Sep 2022 / Themenstart

Dabei gibt es schon so verdammt viele gute Lösungen wie man das alles selber für kleines...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Neue Grafikkarten
Erste Preise für Nvidias Geforce RTX 4090 aufgetaucht

Der US-Händler Newegg gibt einen Blick auf die Preise der Nvidia-Ada-Grafikkarten. Sie werden teurer als die Geforce RTX 3090 zuvor.

Neue Grafikkarten: Erste Preise für Nvidias Geforce RTX 4090 aufgetaucht
Artikel
  1. Smart Home Eco Systems: Was unterscheidet Alexa von Homekit von Google Home?
    Smart Home Eco Systems
    Was unterscheidet Alexa von Homekit von Google Home?

    Alexa, Homekit, Google Home - ist das nicht eigentlich alles das Gleiche? Nein, es gibt erhebliche Unterschiede bei Sprachsteuerung, Integration und Datenschutz. Ein Vergleich.
    Eine Analyse von Karl-Heinz Müller

  2. Hideo Kojima: Es sollte ein Death-Stranding-Spiel für Google Stadia geben
    Hideo Kojima
    Es sollte ein Death-Stranding-Spiel für Google Stadia geben

    Hideo Kojima arbeitete am Exklusivtitel für Stadia. Das wurde vorzeitig eingestellt, auch weil Google nicht an Einzelspieler-Games glaubte.

  3. Superbase V: Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt
    Superbase V
    Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt

    Vor dem Verkaufsstart über die eigene Webseite verkauft Zendure seine Superbase V über Kickstarter - mit teilweise fast 50 Prozent Rabatt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Razer DeathAdder V3 Pro 106,39€ • Alternate (u. a. Kingston FURY Beast RGB 32 GB DDR5-6000 226,89€, be quiet! Silent Base 802 Window 156,89€) • MindFactory (u. a. Kingston A400 240/480 GB 17,50€/32€) • SanDisk microSDXC 400 GB 29,99€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000 Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /