Lieferung: ab dem Carport selbst tragen

Die Lieferung der zwölf Solarpanels sowie der Bluetti EP500 Pro erfolgte in beiden Fällen über einen speziellen Lieferdienst und die gut verpackte Ware wird mir jeweils bis zum Carport gebracht. Von da muss ich selbst sehen, wie ich sie zum eigentlichen Zielort bekomme.

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Bei der über 120 kg schweren Holzpalette mit zwölf jeweils einzeln in einem Karton verpackten Solarpanels ist das relativ einfach. Ich packe die Solarpanels einzeln aus, bringe sie bis zum Schuppendach und stelle sie hochkant ab. Später klettere ich auf das Dach, ziehe die Panels einzeln hoch und platziere sie gemäß meinem Plan. Anschließend verbinde ich durch einfaches Zusammenstecken der MC4-Stecker und Buchsen jeweils sechs Panels direkt in Reihe.

Erst jetzt realisiere ich, dass die Panels nach dem Zusammenstecken auf den Kabeln liegen. Das ist weder optisch schön noch sinnvoll, weil so möglicherweise im Lauf der Zeit die Kabel beschädigt werden. Darum entwerfe ich mit FreeCAD einfache Abstandshalter und drucke in den folgenden Tagen 72 Stück davon mit dem 3D-Drucker aus.

  • Geliefert wird: ein großes Paket voller Solarpanels (Bild: Thomas Ell)
  • Die für die Solarpanels benötigten Kabel (Bild: Thomas Ell)
  • Die Solarpanels sind einzeln verpackt. (Bild: Thomas Ell)
  • Die auf dem Dach montierten Solarpanels (Bild: Thomas Ell)
  • Die Bluetti ist ebenfalls groß - und schwer. (Bild: Thomas Ell)
  • Eine ernüchternde gemessene Kapazität (Bild: Thomas Ell)
  • Das Steuerungsdisplay der Bluetti (Bild: Thomas Ell)
  • Die durch die Balkonschwelle gezogenen Kabel zu den Solarpanels (Bild: Thomas Ell)
  • Die Bluetti EP500 Pro (Bild: Thomas Ell)
  • Die Bluetti EP500 Pro (Bild: Thomas Ell)
Die auf dem Dach montierten Solarpanels (Bild: Thomas Ell)

Die 83 kg schwere Bluetti schiebe und hebele ich mit einiger Mühe die beiden Stufen zur Haustüre hoch und anschließend in den Flur. Dort packe ich sie aus und stelle sie auf ihre Rollen. Jetzt ist es etwas einfacher und ich kann sie mühelos im Raum platzieren. Nun kann ich es kaum erwarten, das Gerät auszuprobieren und schalte die Bluetti zum ersten Mal ein. Sie ist mit 69 Prozent geladen. Aber so ohne weitere Funktion ist es langweilig.

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Ganz kurz probiere ich das beiliegende AC-Ladekabel aus, woraufhin die Bluetti mit ca. 2.000 Watt geladen wird. Das mache ich aber nur ein paar Sekunden lang. Für mich ist ja der Sinn und Zweck des Gerätes das Aufladen über Sonnenenergie. Die große Stunde für meine restlichen Kabel! Mit je zwei 5-m-Kabeln bringe ich die am weitesten entfernten Pole der Reihenschaltung in die Nähe der zugehörigen Gegenpole. Dann mit zwei weiteren 20-m-Kabeln bis zur Bluetti. Wegen der Länge nehme ich extra 6 mm² dicke Kabel, so dass die Leitungsverluste möglichst gering sind.

Just, als ich die erste Reihe mit sechs Solarpanels anstecke, verdunkelt eine Wolke den Himmel. Der im Display erschienene Wert von etwa 200 Watt ist zwar okay, aber nicht gerade berauschend. Da schiebt sich die Wolke weg und ich habe gleich Werte um die 800 Watt. Ich freue mich und stecke gleich die andere Reihe mit Solarpanels auch an. Schon sind es rund 1.600 Watt. Nicht schlecht für einen ersten Test. Es dauert auch nicht lange und die EP500 Pro ist komplett aufgeladen.

Jetzt würde ich gerne schon einmal meinen Desktop-PC anstöpseln, aber der steht im ersten Stock und alleine bekomme ich die EP500 Pro auf keinen Fall die Treppe hoch. Erst am Abend kommt meine Frau nach Hause und wir wuchten das Teil mühevoll Stufe für Stufe die Treppe hoch. Das ist wirklich anstrengend und ich habe schon Angst vor dem Tag, wenn wir die EP500 Pro in den Keller bringen müssen, um sie dort an den Hausverteiler anzuschließen.

Nachdem sie oben ist, muss ich noch einmal neu mit der Kabelverlegung beginnen. Anfangs lege ich das Anschlusskabel jeden Tag durch die geöffnete Balkontür. Später kaufte ich mir noch einmal extra ein paar Meter 4 mm² dicke Kabel und schob das durch die Lüftungsschlitze der Balkontür hindurch. An die Enden crimpe ich noch passende MC4-Stecker. So bleibt eine dauerhafte Verbindung und ich kann die Balkontür öffnen und schließen, wie ich möchte.

Doch bevor es so weit ist, löse ich den Stecker der Vielfachsteckdose mit dem eingesteckten Desktop-PC, dem 4K-Monitor, der Soundanlage, der Schreibtischlampe und dem USB-Hub aus der Wand und stecke sie in eine der Schuko-Steckdosen in der EP500 Pro. Noch ein Druck auf die AC-Touchfläche auf dem Display der EP500 Pro und der PC fährt hoch. Dabei gibt es keinerlei Auffälligkeiten, der Desktop-PC lief einfach so wie immer.

Jackery Solargenerator 1000 PRO 160W

In diesem Zustand lasse ich die Bluetti dann für den Rest des Tages laufen. Ich bin mir aber beim zu Bett gehen nicht sicher, ob ich den riesigen Akku tatsächlich alleine lassen kann und schalte ihn aus. Am nächsten Tag entschließe ich mich, auch den Energiehunger der restlichen Stromverbraucher wie Fritzbox und Ladegeräte von der Bluetti stillen zu lassen.

So habe ich jetzt einen durchschnittlichen Verbrauch von etwa 250 Watt für meinen Arbeitsraum. Und ich lasse die EP500 Pro auch nachts an, so dass die Fritzbox, wie bisher auch, rund um die Uhr mit Strom versorgt wird. In Verbindung mit den restlichen Verbrauchern werden so auch über Nacht circa 80 bis 90 Watt verbraucht.

Jetzt wird alles drangehängt

Da die Bluetti nun im ersten Stock ist, viele interessante Verbraucher aber im Erdgeschoss sind, schließe ich ein langes Verlängerungskabel an die Bluetti an und lege es quer durchs Haus ins Erdgeschoss. Auch meine Frau ist mittlerweile interessiert und probiert jedes in der Küche befindliche Gerät aus. Bei diesen Tests ist mein Arbeitszimmer mit konstant ungefähr 250 Watt Grundlast involviert.

Zuerst kommt die Kaffeemaschine dran. Sie scheint im ersten Moment zwar mit circa 800 Watt viel zu verbrauchen, aber doch nicht so viel wie wir dachten. Aber als sie dann mit Druck den Kaffee in die Tasse presst, geht der Verbrauch auf circa 1.500 Watt hoch. Mutig geworden starten wir die Mikrowelle samt eingebautem Ofen, was die Bluetti mit einem Piepsen kommentiert. Sie moniert die mit circa 3.300 Watt eindeutig zu hohe Last, doch wir reagieren dummerweise nicht darauf und einige Minuten später schaltet sie den Wechselspannungsausgang gemäß ihrer Spezifikation komplett ab. Und damit leider auch meinen Desktop-PC aus. Hätten wir vorher ins Handbuch gesehen, wäre uns das nicht passiert:

NennausgangsleistungHaltedauer
3100 W < Belastung < 3750 W2 min
3750 W < Belastung < 4500 W5 s
4500 W < Belastung < 6000 W500 ms
Spezifikation laut Handbuch

Zum Glück ist nichts Schlimmes passiert. Ich schalte den Wechselstromausgang und meinen Desktop-PC wieder ein und wir vermeiden es ab jetzt, den Backofen zusätzlich zur Mikrowelle zu aktivieren. Ohne gleichzeitig eingeschalteten Desktop-PC könnte die Kombination aus Mikrowelle und Ofen aber vielleicht doch funktionieren.

Als nächstes probiere ich unseren Staubsauger aus, der mit ungefähr 600 Watt kein Problem für die EP500 Pro darstellt. Auch die Spülmaschine läuft komplett problemlos, nur bei den kurzzeitigen Heizphasen zieht sie etwas über 2.000 Watt.

Ein Entsafter mit circa 500 Watt und ein Wasserkocher mit circa 2.000 Watt sind anschließend natürlich auch kein Problem mehr.

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der_wahre_hannes 27. Sep 2022 / Themenstart

Da war der Mod aber noch vor dem ersten Kaffee unterwegs, oder? :P (das [...] kommt von...

Haukeeee 26. Sep 2022 / Themenstart

Ein dafür nicht gemachter Leitungsschutzschalter soll in einem Konstantstromkreis genau...

uschatko 26. Sep 2022 / Themenstart

denn mit dieser "Installation" ist das vorprogrammiert. Der Autor wird im Schadensfall so...

PanicMan 26. Sep 2022 / Themenstart

Dabei gibt es schon so verdammt viele gute Lösungen wie man das alles selber für kleines...

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