Solarenergie: Heliogen entwickelt solaren Ofen für Industrie-Anwendungen

Das unter anderem von Bill Gates unterstützte US-Startup Heliogen hat eine Solaranlage entwickelt, die es ermöglichen soll, energieintensive industrielle Anwendungen mit Solarenergie zu betreiben. Ziel ist, den Einsatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien zu ersetzen.

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Solaranlage von Heliogen in Lancaster, Kalifornien: ein Schritt auf dem Weg, fossile Brennstoffe zu ersetzen
Solaranlage von Heliogen in Lancaster, Kalifornien: ein Schritt auf dem Weg, fossile Brennstoffe zu ersetzen (Bild: Heliogen)

Öfen für die Zementherstellung oder das Schmelzen von Eisen, die mit Sonnenlicht beheizt werden: Das US-Startup Heliogen hat einen Sonnenofen entwickelt, der helfen soll, die Kohlendioxid-Emissionen energieintensiver Branchen einzudämmen. Das Startup hat prominente Unterstützer.

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Heliogen hat in Lancaster im US-Bundesstaat Kalifornien, nördlich von Los Angeles, eine Solaranlage errichtet, die durch die Konzentration von Sonnenlicht einen Ofen auf über 1.000 Grad aufheizen kann. Die knapp 30 Hektar große Anlage besteht aus einem Turm sowie 70 Spiegeln, Heliostaten genannt, die das Sonnenlicht auf den Turm reflektieren. Gesteuert werden sie per Computer, mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.

Der Aufbau ähnelt dem eines solaren Turmkraftwerks. Allerdings seien die Temperaturen in ihrer Anlage höher, erklärt das Unternehmen: Bisher seien kommerzielle Anlagen auf Temperaturen von rund 570 Grad ausgelegt, was für die Stromerzeugung ausreiche, nicht aber für viele industrielle Prozesse.

Die Heliogen-Anlage erzeuge Prozesswärme von über 1.000 Grad Celsius. Die könne beispielsweise für die Herstellung von Zement oder Stahl verwendet werden. Möglich sei auch, Temperaturen von 1.500 Grad zu erzielen. Die werden benötigt, um Synthesegas zu erzeugen, das den Grundstoff für synthetischen, kohlendioxidneutralen Treibstoff bildet.

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Heliogen ist nicht das einzige Unternehmen, das sich mit der Herstellung synthetischer Treibstoffe mit Hilfe von Solarenergie beschäftigt: Vor wenigen Monaten hat das Projekt Sun to Liquid, an dem auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt beteiligt ist, eine solche Großanlage nahe der spanischen Hauptstadt Madrid in Betrieb genommen.

Heliogen hat eine Reihe prominenter Unterstützer gefunden. Dazu gehören beispielsweise Patrick Soon-Shiong, Arzt, Biotech-Unternehmer und Eigentümer der Tageszeitung Los Angeles Times, und Microsoft-Gründer Bill Gates. "Industrielle Prozesse wie die Herstellung von Zement, Stahl und anderen Materialien sind heute für mehr als ein Fünftel aller Emissionen verantwortlich", sagte Gates. Diese Materialien seien zwar verbreiteter Bestandteil unseres täglichen Lebens. Aber es gebe keine Methode, sie günstig und ohne Kohlendioxidemissionen (CO2) herzustellen. Um diese Emissionen zu vermeiden, "müssen wir noch viel erfinden." Die von Heliogen entwickelte Technik sei ein Schritt auf dem Weg, fossile Brennstoffe zu ersetzen.

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Trivus 22. Nov 2019

Ich rede jetzt nichz zwingend von "genau der Anlage". Sondern von großen CSP Anlagen...

Aki-San 21. Nov 2019

Es gibt sogar Firmen, die müssen CO2 einkaufen, weil die "Eigenproduktion" nicht...

bombinho 20. Nov 2019

Die grosse Frage bliebe, welche Parameter unvorhersehbar in solchen Groessenordnungen...



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