Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Solarenergie: Drohnen sollen Solarpaneele sauber halten

Solarzellen sauber zu halten, ist wichtig, aber aufwendig. Künftig sollen Drohnen das erledigen.
/ Werner Pluta
7 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Drohne von Airobotics mit Basisstation: Kostenersparnis von rund 25 Prozent (Bild: Airobotics)
Drohne von Airobotics mit Basisstation: Kostenersparnis von rund 25 Prozent Bild: Airobotics

Das Problem bei den Modulen ist, dass sich darauf Staub und Schmutz wie etwa Vogeldreck ablagert und so den Wirkungsgrad deutlich verringert. Die Module müssen also regelmäßig gereinigt werden. Bei schwer zugänglichen Anlagen, etwa einem Solarkraftwerk , ist das aufwendig.

Die Drohne wechselt Akku und Tank

Künftig sollen Drohnen diese notwendige und mühsame Arbeit erledigen. Das System, das Airobotics nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) für Solar Drone entwickelt, besteht aus einem Quadrocopter und einer Basisstation für den Service des Fluggeräts. Airobotics ist ein Drohnenhersteller, Solar Drone ein Unternehmen, das Dienstleistungen für Solarfarmen anbietet.

Drohnen reinigen Solarmodule – Airobotics, Solar Drone
Drohnen reinigen Solarmodule – Airobotics, Solar Drone (01:43)

Die Drohnen soll ihre Arbeit automatisiert erledigen, das bedeutet, sie starten zu einem zuvor festgelegten Zeitpunkt und fliegen die Solarfarm ab. Dabei besprühen sie die Module mit einer Flüssigkeit. Wenn der Tank oder Akku leer sind, kehrt der Copter zur Basisstation zurück, wo er mit einem vollen Tank oder einem vollen Akku ausgestattet wird.

Zur Orientierung sind die Fluggeräte mit Lidarsensoren und einer speziellen Kamera für das Mapping ausgestattet. Zudem kann eine Stereokamera als Nutzlast angebaut werden, um die Module zu inspizieren.

Reklame

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

Jetzt bestellen bei Amazon (öffnet im neuen Fenster)

Solarfarmen mit Drohnen zu reinigen, hat einige Vorteile: Der größte ist der geringere Aufwand und damit die Kostenersparnis, die laut Solar Drone rund 25 Prozent betragen soll. Zudem verläuft die Reinigung kontaktlos, so dass das Risiko einer Beschädigung der Module sinkt.

Wann die Drohnen serienreif sein werden, ist noch unklar. Zuerst sollen sie in Europa, im Mittleren Osten und Indien auf den Markt kommen. Airobotics-Chef Meir Kliner geht davon aus, dass der Markt für solche Systeme auf der ganzen Welt im Bereich von mehreren Milliarden US-Dollar liegt.


Relevante Themen