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Solarboom: Weltweit über 3 Terawatt PV installiert, aber das Stromnetz bremst

Es hat keine zwei Jahre gedauert, um das nächste Terawatt Solarleistung zuzubauen. Besonders interessant ist, wo sich die Entwicklung beschleunigt.
/ Mario Petzold
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In Pakistan beschleunigt sich der Zubau von Solaranlagen. (Bild: AFP via Getty Images/Arif Ali)
In Pakistan beschleunigt sich der Zubau von Solaranlagen. Bild: AFP via Getty Images/Arif Ali

Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) berichtet, dass bereits Anfang 2026 die weltweite, aggregierte Solarleistung die Marke von 3 Terawatt (TW) überschritten hat. Demnach stammen mehr als zehn Prozent des weltweit erzeugten Stroms bereits aus Photovoltaik. Mittlerweile sollen annähernd 0,5 TW hinzugekommen sein, so dass das nächste Terawatt nach nur einem Jahr erreicht sein könnte.

Im Jahr 2012 lag die globale Gesamtleistung bei 0,1 TW, erst zehn Jahre später war die Marke von 1 TW erreicht. Knapp drei Jahre danach waren es 2 TW, weniger als zwei Jahre später 3 TW.

Allerdings findet diese Entwicklung nicht in Europa oder Nordamerika statt, sondern vor allem in China. Gleichzeitig hält dort der Netzausbau nicht Schritt mit der Zubaugeschwindigkeit der erneuerbaren Energien, so dass auch hier alsbald eine Abschwächung zu beobachten sein wird.

Günstige Photovoltaik treibt Verlagerung an

Dem Bericht nach sollen bis zum Jahr 2036 insgesamt 9 TW Solarleistung installiert sein. In Summe wird sich der Zubau demnach nicht beschleunigen, aber konstant hoch bleiben. Während viele Länder zunächst ihr Energiesystem an anderer Stelle anpassen müssen, um fossile Energieträger zu ersetzen, werden Staaten zu der weiteren Entwicklung beitragen, die bisher kaum Photovoltaik genutzt haben.

Pakistan, Nigeria oder die Philippinen verzeichneten in den vergangenen Jahren einen hohen Zuwachs, besitzen aber weiterhin viel Potenzial. Auch Indien gehört in diese Reihe. Im Vergleich zu ihrer Größe werden zudem im Libanon und auf Kuba überdurchschnittlich viele Solaranlagen in Betrieb genommen.

In vielen Regionen kommt ein weiterer Aspekt hinzu. Die Sonnenscheindauer liegt in Pakistan und auf den Philippinen, aber auch auf Kuba, bei durchschnittlich 3.000 Stunden. In Berlin ist es etwas mehr als die Hälfte, so dass aus der gleichen Solarleistung hierzulande weniger Strom produziert werden kann.

Abuja, die Hauptstadt von Nigeria, weist zwar ungefähr so viel Sonnenscheindauer wie Berlin auf, doch ohne dunkle Winter wird der Strom dort gleichmäßiger erzeugt. Es scheint, als kämen Solarzellen erst jetzt an den Orten an, an denen sie am effektivsten eingesetzt sind.


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