Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Solarbank: Anker präsentiert Speicher für Balkonkraftwerke

Ankers Solarbank kann mit Solarpanels erzeugte, nicht genutzte Energie speichern. Eine neue Powerstation lässt sich ebenfalls mit Balkonkraftwerken nutzen.
/ Tobias Költzsch
71 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Anker Solarbank im Einsatz (Bild: Anker)
Anker Solarbank im Einsatz Bild: Anker

Mit Solarbank bringt Anker ein Speichersystem für Balkonkraftwerke auf den Markt. Der Hersteller hat das Produkt auf der Solarmesse Intersolar Europe 2023 in München vorgestellt. Mit Solarbank(öffnet im neuen Fenster) lässt sich über Solarpanels erzeugte Energie, die nicht genutzt wird, speichern und später verwenden.

Damit ist Anker ein weiterer Hersteller, der einen derartigen Speicher für Balkonkraftwerke vorstellt. Kleine Solaranlagen für Wohnungen erfreuen sich in Deutschland wachsender Beliebtheit, die Installation soll künftig von den Regularien her noch einfacher werden.

Ohne einen Speicher wird die erzeugte Energie ungenutzt in das Stromnetz gespeist - Nutzer des Balkonkraftwerks haben selbst davon also nichts. Die Idee eines Speichers ist, dass die ungenutzte Energie später abgerufen werden kann. Dann können beispielsweise Nutzer, die tagsüber nicht zu Hause sind, die über den Tag produzierte Energie abends abrufen, wenn viele Verbraucher laufen.

Zwei Solarbanks können parallel verwendet werden

Anker Solarbank hat einen LiFePO4-Akku mit einer Kapazität von 1.600 Wh, insgesamt können zwei Solarbanks parallel betrieben werden. Dann liegt die Kapazität bei 3.200 Wh, was etwas weniger ist als bei Zendures Solarflow-System mit voller Ausstattung. Dafür hat das Anker-System mit einem Akku wesentlich mehr Speicher als Zendures System mit einem Akku (900 Wh).

Anker zufolge werden bei Solarbank genormte Standards verwendet, weswegen sich der Speicher mit allen gängigen Balkonkraftwerken verwenden lässt. Solarbank ist nach IP65 vor Staub und Strahlwasser geschützt und dürfte daher auch problemlos draußen stehen können. Solarbank soll mehr als 6.000 Ladezyklen durchhalten.

Solarbank ist ab sofort vorbestellbar und kostet dank eines Rabatts 1.000 Euro. Nach dem Marktstart kostet das System 1.200 Euro. Ab Ende August 2023 soll das Produkt auf den Markt kommen.

Ebenfalls vorgestellt hat Anker eine neue Powerstation, die - wie künftig standardmäßig bei den Akkustationen geplant - ebenfalls den Zusatz Solix trägt. Die Solix F2100 hat 1.229 Wh und eine Leistung von maximal 1.800 Watt. Die Akkustation lässt sich, anders als bisherige Powerstations des Herstellers, ebenfalls direkt mit einem Balkonkraftwerk verwenden und kann überschüssige Energie speichern.

Neue Powerstation kostet 1.300 Euro

Neben den zwei Schukosteckern hat die Solix F2100 zwei USB-C-Anschlüsse (60 und 100 Watt), vier USB-A-Anschlüsse und einen Zigarettenanzünderport. Die LiFePO4-Zellen sollen 3.000 Ladezyklen bei voller Kapazität funktionieren, Anker gibt zehn Jahre Garantie auf die Powerstation. Die Solix F2100 ist ab dem 21. Juni 2023 erhältlich und kostet 1.300 Euro.

Zusätzlich hat Anker auf der Intersolar Europe angekündigt, 2024 in den Markt der Heimspeicher einsteigen zu wollen. Der modulare Solix-Heimspeicher soll in Kapazitäten zwischen fünf und 180 kWh kommen und wird in der Höhe gebaut. Der Speicher soll kompatibel mit Wärmepumpen sein, außerdem lassen sich Elektroautos darüber laden. Preise will Anker im Laufe des Jahres 2023 bekanntgeben.


Relevante Themen