Solarauto Sion: Sono Motors startet neue Testwagen-Produktion
In den kommenden Monaten will Sono Motors das Konzept seines Solarautos Sion validieren. Dazu wird nun die Testflotte gebaut.
Der Münchner Solarauto-Hersteller Sono Motors geht einen weiteren Schritt in Richtung Serienproduktion des Solarautos Sion. Dazu werde derzeit eine Flotte von Serien-Validierungsfahrzeugen aufgebaut, teilte das Unternehmen am 14. März 2022 mit. Mithilfe dieser Fahrzeuge werde in den kommenden Monaten das Serienkonzept des Sion erprobt.
Die Testfahrzeuge entsprächen bereits dem erwarteten finalen Design, das der Mitteilung zufolge "Anfang des Jahres mit dem Abschluss des Prototypenprogramms der zweiten Generation und der damit einhergehenden Definition der Bauteile sowie Fahrzeugparameter festgelegt wurde". Die Serienproduktion des Sion ist weiterhin für das Jahr 2023 geplant.
Die Flotte von 37 Aufbauten der dritten Generation besteht demnach aus 16 Gesamtfahrzeugen und 21 Versuchsträgern. "Die Testwagen absolvieren dabei kompromisslose Praxistests unter extremen Bedingungen in Europa und den USA. Dazu zählt die Erprobung in verschiedenen Klimazonen, die Optimierung der Solar-Technologie, die Absicherung plus Abstimmung der Fahrdynamik auf Teststrecken und im Straßenverkehr sowie Crashtests", hieß es weiter.
Die öffentliche Premiere des Sion im finalen Design sei für Sommer 2022 geplant. Dann werde ein Teil der Validierungsfahrzeuge voraussichtlich auf eine europaweite Tour für Probefahrten gehen. Bei der Fertigung der Serien-Validierungsfahrzeuge werde Sono Motors von den Firmen Thyssenkrupp Automotive Body Solutions und Bertrandt unterstützt.
Sono Motors hat seit seinem Start im Jahr 2012 mehrere Prototypen entwickelt. Die zweite und bislang letzte Generation war im Jahr 2021 auf der CES vorgestellt worden. Die beiden Prototypen verfügen bereits über die dritte Generation der Solarpaneele. Deren Gewicht hat sich im Laufe der Entwicklung von 20 auf 4 kg pro Quadratmeter reduziert. Dabei sind die Solarzellen nahtlos in die Karosserie eingearbeitet und optisch kaum noch von dieser zu unterscheiden.
Aktienkurs stark gesunken
Bis zum Herbst 2021 hatte Sion in mehreren Finanzierungsrunden 100 Millionen Euro eingenommen, um den seriennahen Prototyp zu entwickeln. Seit seiner Gründung im Jahr 2016 bis Mitte 2021 hat Sono Motors 108,8 Millionen Euro verbrannt, alleine 56,8 Millionen Euro im Jahr 2020. Doch bis zum Produktionsstart im ersten Halbjahr 2023 werden noch hunderte Millionen Euro zusätzlich benötigt.
Einen Teil des Geldes konnte Sono Motors beim Börsengang im vergangenen November in New York einnehmen. Der Aktienkurs ist inzwischen jedoch von anfänglich 38 US-Dollar auf rund 4,40 US-Dollar gefallen. Das entspricht einem Rückgang von fast 90 Prozent.
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