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Solarauto Sion: Sono Motors endgültig pleite

Nach zehn Jahren gescheiterter Versuche zum Bau eines Solarautos ist Sono Motors Geschichte. Die frühere Mutterfirma macht mit Bitcoins weiter.
/ Friedhelm Greis
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Sono Motors hatte die Solarfolien für das Solorauto Sion selbst entwickelt. (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
Sono Motors hatte die Solarfolien für das Solorauto Sion selbst entwickelt. Bild: Friedhelm Greis/Golem

Ausverkauf bei der Solarauto-Firma Sono Motors: Das vor zehn Jahren in München gegründete Unternehmen löst sich nach einer gescheiterten Suche nach Investoren endgültig auf. "Zum Verkauf stehen das gesamte geistige Eigentum (IP), Hardwarekomponenten und technische Dokumentationen", teilten die Geschäftsführer Denis Azhar und Jan Schiermeister am 3. August 2026 mit(öffnet im neuen Fenster).

Das Angebot umfasse die spezifische Solarintegration des Fahrzeugmodells Sion, Leistungselektronik, darunter Solarladeregler für Fahrzeuge, sowie Solar Data Services. Die Sono Motors GmbH stellte demnach zum 31. Juli 2026 ihr operatives Geschäft ein und eröffnete ein Insolvenzverfahren.

Sono Group macht Bitcoin-Geschäfte

Nicht betroffen von der Insolvenz ist der frühere Mutterkonzern, die in den Niederlanden angesiedelte Sono Group N.V. Diese hatte sich im März 2026 komplett vom Solargeschäft getrennt und die Sono Motors GmbH abgestoßen. Die Sono Group konzentriert sich der damaligen Mitteilung zufolge(öffnet im neuen Fenster) seitdem auf "den Erwerb von Bitcoins und die Erzielung von Renditen durch einen Covered-Call-Ansatz". Bei sogenannten gedeckten Calls handelt es sich laut Coinbase(öffnet im neuen Fenster) um eine Strategie, bei der man einen Basiswert an einer Kryptowährung besitzt und eine Call-Option darauf verkauft.

Chef der Sono Group ist derzeit der Manager Kevin McGurn(öffnet im neuen Fenster), dem gute Verbindungen zur Familie von US-Präsident Donald Trump nachgesagt werden. So fungiert er seit April 2026 als Interims-CEO von Trump Media(öffnet im neuen Fenster).

Keine Investoren gefunden

Azhar und Schiermeister versuchten nach der Übernahme von Sono Motors noch, Investoren für das Solargeschäft zu finden. "Dass wir die Finanzierung letztlich nicht sichern konnten, ist eine herbe Enttäuschung, nachdem wir die Gespräche mit Investoren bis zuletzt intensiv geführt haben", sagte Azhar laut Mitteilung. Der Fokus liege nun darauf, einen "Käufer zu finden, der unsere marktreifen Produkte weiterführt und das technologische Potenzial von Sono Solar erkennt, das Gesamtgeschäft oder Teile davon erwirbt und skaliert".

Einem Bericht des Manager-Magazins(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) zufolge hatten die beiden Geschäftsführer die GmbH zum symbolischen Preis von einem Euro inklusive der Verbindlichkeiten gegenüber der Sono Group in Höhe von 10,5 Millionen Euro übernommen.

Weil nach dem Management-Buy-out vom März 2026 eine Anschlussfinanzierung scheiterte, musste das Unternehmen zunächst die vorläufige Insolvenz beantragen. Damals berichtete Schiermeister noch von Gesprächen mit einem potenziellen Ankerinvestor und gab sich optimistisch.

Die beiden Gründer von Sono Motors, Laurin Hahn und Jona Christians, wollten mit dem Sion ein solarbetriebenes Elektroauto auf den Markt bringen. Trotz 45.000 Reservierungen scheiterte das Projekt im Februar 2023 an der fehlenden Finanzierung der Produktion. Anschließend wollte sich das Unternehmen auf die Vermarktung der selbst entwickelten Solarfolien konzentrieren und Solardächer für Busse und Lastwagen entwickeln.


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