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Solarausbau: Ausschreibungen zu PV mit Speicher haben klaren Preistrend

Die Bundesnetzagentur hat Zuschläge für innovative Solaranlagen vermeldet. Die werden nur noch mit Speicher errichtet, zu bemerkenswerten Preisen.
/ Mario Petzold
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Schwimmende Solarzellen in den Niederlanden (Bild: AFP via Getty Images/Francois Walschaerts)
Schwimmende Solarzellen in den Niederlanden Bild: AFP via Getty Images/Francois Walschaerts

27 Projekten mit einer Gesamtleistung von 482 Megawatt hat die Bundesnetzagentur(öffnet im neuen Fenster) einen Zuschlag erteilt. Dabei handelt es sich um eine Hälfte der Innovationsausschreibungen für das Jahr 2026.

Es sind besondere Photovoltaikanlagen(öffnet im neuen Fenster), die zum Beispiel auf landwirtschaftlichen Nutzflächen, über Mooren, auf Wasserflächen oder über Parkplätzen errichtet werden. Wichtig ist, dass eine Doppelnutzung stattfindet, die Fläche somit nicht ausschließlich für die Stromproduktion genutzt wird.

Insgesamt waren 46 Gebote mit insgesamt 750 Megawatt Leistung eingegangen. Allerdings muss der Ausbau stets an der verfügbaren Netzkapazität ausgerichtet werden, so dass nicht alle Projekte umgesetzt werden.

Deutlicher Preisverfall in nur zwei Jahren

Bis zu 7,13 Cent je Kilowattstunde (kWh) wären als Höchstwert akzeptiert worden. Diesen Betrag erhalten die Anlagenbetreiber für den eingespeisten Strom. Im Durchschnitt lagen die Angebote bei 5,34 Cent, das preiswerteste Projekt sogar nur bei 4,75 Cent.

Im Vergleich zu früheren Ausschreibungen(öffnet im neuen Fenster) ist der Preis je kWh seit 2023 um mehr als 30 Prozent gesunken. Ältere Daten gibt es nicht, weil zuvor ein Aufschlag zu den am Markt erzielten Verkaufspreisen gezahlt wurde und Gebotspreise deshalb nicht vergleichbar sind.

Speicher noch zu klein

Bei den Innovationsausschreibungen wurden seit dem Start 2020 Projekte mit zusätzlichen Batteriespeichern bevorzugt. Ein kurzer Blick auf ausgewählte Anlagen(öffnet im neuen Fenster), die bereits realisiert wurden, zeigt aber, dass die Kapazität der Akkumulatoren noch ausbaufähig ist.

In der Regel liegt die Speicherkapazität bei der Hälfte bis einem Drittel der möglichen Maximalleistung der Anlage. Damit lässt sich die typische Mittagsspitze mit der hohen Belastung für das Stromnetz kaum glätten, denn der Speicher kann knapp ein Zehntel der täglichen Produktion puffern. Die Batteriegröße müsste teils um das Zehnfache erhöht werden, um einen Effekt zu erzielen und den produzierten Strom erst in den kritischen Abendstunden, wenn keine Sonne mehr scheint, einzuspeisen.

Entsprechend dürfte der Preis je kWh bei einem Projekt mit großem Speicher ein gutes Stück höher ausfallen. Eine Analyse des Thinktanks Ember zeigt, dass sich der Strompreis beim Umweg über einen Batteriespeicher um etwa 3 Cent verteuern würde.

Das entspricht den Gebotspreisen, die die Bundesnetzagentur noch vor zwei Jahren auch ohne ausreichende Kapazitäten erzielt hatte. Teurer würde zwischengespeicherter Strom für die Endkunden zumindest in diesen Beispielen nicht.


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