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Solar- & Windkraft: China führend im Ausbau der erneuerbaren Energien

China ist weltführend im Ausbau seiner erneuerbaren Energien . Jedoch steigt auch der Gesamtkohleverbrauch des Landes an.
/ Patrick Klapetz
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Strom aus erneuerbaren und fossilen Brennstoffen (Bild: Pixabay)
Strom aus erneuerbaren und fossilen Brennstoffen Bild: Pixabay

Bis Ende 2024 will die Volksrepublik China eine installierte Wind- und Solarkapazität von 1.200 GW erreichen(öffnet im neuen Fenster) und das sechs Jahre vor dem eigentlichen Ziel, das von der Regierung in Peking gesetzt worden ist. In dem Reich der Mitte ist die Wind- und Solarenergiekapazität inzwischen fast doppelt so hoch wie die der übrigen Welt.

Eine am 11. Juli 2024 veröffentlichter Bericht(öffnet im neuen Fenster) der Nichtregierungsorganisation Global Energy Monitor (GEM) ergab, dass in China 180 Gigawatt (GW) Solarenergie und 159 GW Windkraft im Bau sind. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der im Bau befindlichen Wind- und Solarkraftwerke auf 339 GW und liegt weit vor den 40 GW, die in den USA im Bau sind.

Die Forscher betrachteten nur Solarparks mit einer Kapazität von 20 MW oder mehr, die direkt in das Netz einspeisen. Das bedeutet, dass das Gesamtvolumen der Solarenergie in China viel höher sein könnte, da kleine Solarparks etwa 40 Prozent der chinesischen Solarkapazität ausmachen.

Zwischen März 2023 und März 2024 hat China mehr Solaranlagen installiert als in den drei vorangegangenen Jahren zusammen und mehr als der Rest der Welt im Jahr 2023, so die GEM-Analysten.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Jedoch wurden zwischen 2020 und 2023 nur 30 Prozent des Anstiegs des Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt(öffnet im neuen Fenster) , während das Ziel bei 50 Prozent lag. Zwar investiert China massiv in den Ausbau von erneuerbaren Energien, unternimmt aber keine Anstrengungen, um von seinem Kohleverbrauch wegzukommen.

Eine frühere Analyse(öffnet im neuen Fenster) von GEM und dem Thinktank Centre for Research on Energy and Clean Air ergab, dass sich die Genehmigungen für neue Kohlekraftwerke im Zeitraum 2022 bis 2023 im Vergleich zum vorangegangenen Fünfjahreszeitraum 2016 bis 2020 vervierfacht haben.

Und das, obwohl 2021 zugesagt wurde, neue Kohlekraftwerke "streng zu kontrollieren" . Das Wachstum des Gesamtkohleverbrauchs stieg zwischen den beiden Zeiträumen von durchschnittlich 0,5 Prozent pro Jahr auf 3,8 Prozent pro Jahr.


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