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Solar Impulse: Solarflugzeug startet zur USA-Tour

Bertrand Piccard startet die erste Etappe der US-Tour mit Solar Impulse: Von Mountain View geht es über Fresno und die Mojave-Wüste nach Phoenix. 19 Stunden soll er für den Flug brauchen. Ende der US-Tour ist im Juli in New York.

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Solar Impulse über San Francisco: Spenden für die Weltumrundung
Solar Impulse über San Francisco: Spenden für die Weltumrundung (Bild: Jean Revillard/Solar Impulse)

Die erste Etappe fliegt der Chef selbst: Um 6:12 Uhr Ortszeit (15:12 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, MESZ) ist Bertrand Piccard mit dem Solarflugzeug Solar Impulse HB-SIA zur ersten Etappe des USA-Tour-Projekts von Solar Impulse gestartet.

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Ausgangspunkt ist der Flugplatz Moffett des Ames Research Centers der Nasa in Mountain View im US-Bundesstaat Kalifornien. Piccard wird laut Plan zunächst parallel zur Küste Richtung Fresno und Lancaster fliegen und dann über Barstow und die Mojave-Wüste in Richtung Phoenix im Nachbarstaat Arizona. 19 Stunden soll der Flug dauern, so dass Piccard um 1 Uhr Ortszeit (10 Uhr MESZ) auf dem Sky Harbor International Airport in Phoenix landen soll.

  • Das Solarflugzeug Solar Impulse bei einem Testflug über San Francisco am 23. April 2013 (Foto: Jean Revillard/Solar Impulse)
  • Bertrand Piccard und André Borschberg wollen mit dem Flugzeug in fünf Etappen von Kalifornien nach New York fliegen. (Foto: Jean Revillard/Solar Impulse)
  • Das Flugzeug wird mit Sonnenenergie angetrieben. (Foto: Jean Revillard/Solar Impulse)
  • Für Flüge in der Dunkelheit wird Energie in Akkus und in Form von Höhe gespeichert. (Foto: Jean Revillard/Solar Impulse)
Das Solarflugzeug Solar Impulse bei einem Testflug über San Francisco am 23. April 2013 (Foto: Jean Revillard/Solar Impulse)

Insgesamt wird Across America aus fünf Etappen bestehen. Mitte des Monats geht es von Phoenix weiter nach Dallas in Texas. Ende Mai oder Anfang Juni fliegt das Solarflugzeug von dort nach St. Louis in Missouri. Die vorletzte Etappe führt Mitte Juni von dort in die Hauptstadt Washington und schließlich, voraussichtlich Anfang Juli, nach New York. Auf der Tour von der West- an die Ostküste wollen sich Piccard und André Borschberg, Mitgründer von Solar Impulse, abwechseln. Dieser soll die letzte Etappe fliegen.

Spannweite wie ein Airbus A340

Das mit Sonnenenergie betriebene Flugzeug Solar Impulse HB-SIA ist knapp 22 Meter lang und hat eine Spannweite von über 63 Metern - das entspricht der Spannweite eines Airbus A340. Trotz seiner Größe wiegt das Flugzeug nur 1,6 Tonnen. Angetrieben wird es von vier Elektromotoren mit einer Spitzenleistung von je 7,4 Kilowatt (10 PS). Den Strom für die Motoren erzeugen etwa 12.000 Solarzellen aus monokristallinem Silizium, die auf der Oberseite der Tragflächen angebracht sind.

Unterwegs wird Piccard mit dem Flugzeug bis auf eine Höhe von 6.500 Metern aufsteigen. Höhe ist eine Möglichkeit für das Solarflugzeug, Energie zu speichern: Solange die Sonne scheint und die Motoren antreibt, steigt der Pilot auf. Nach Sonnenuntergang sinkt er im Gleitflug. Daneben verfügt das Flugzeug auch über Lithium-Polymer-Akkus, die in den Motorgondeln untergebracht sind. Sie versorgen die Motoren bei Dunkelheit mit Strom. Borschberg hat 2010 gezeigt, dass es möglich ist, mit einem mit Solarstrom betriebenen Flugzeug 26 Stunden in der Luft zu bleiben.

Verzögerung beim Bau von HB-SIB

Anlass für Across America waren Probleme beim Bau des Solarflugzeuges Solar Impulse HB-SIB: Der Holm der Tragfläche muss neu gebaut werden. So entstand die Idee, die Wartezeit mit einem Solarflug durch die USA zu vertreiben. HB-SIA wurde daraufhin im vergangenen Winter demontiert und in die USA transportiert.

Mit dem größeren HB-SIB planen Piccard und Borschberg eine Weltumrundung im Jahr 2015. Ursprünglich wollten sie schon ein Jahr früher starten, doch wegen der Probleme beim Flugzeugbau verschiebt sich der Weltflug. Piccard und Borschberg wollen die US-Tour auch dazu nutzen, um Geld für das Projekt zu sammeln. Derzeit fehlten noch 30 Millionen Schweizer Franken, sagte Piccard kürzlich im Gespräch mit Golem.de.



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