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Spannweite wie ein Airbus

Solar Impulse HB-SIA ist knapp 22 Meter lang und hat eine Spannweite von über 63 Metern - das entspricht in etwa der eines Airbus des Typs A340. Trotz seiner Größe wiegt das Flugzeug nur 1,6 Tonnen. Als Antrieb dienen vier Elektromotoren mit einer Spitzenleistung von je 7,4 Kilowatt (10 PS). Sie werden von etwa 12.000 Solarzellen aus monokristallinem Silizium mit Strom versorgt.

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Die Solarzellen befinden sich auf der Oberseite der Tragflächen. Damit Solar Impulse auch bei Dunkelheit fliegt, nutzt der Pilot zwei Möglichkeiten, Energie zu speichern. Zum einen befinden sich in den Motorgondeln Lithium-Polymer-Akkus. Diese werden tagsüber geladen und können abends die Motoren versorgen. Daneben kann der Pilot Energie in Form von Flughöhe speichern: Solange die Sonne scheint, steigt er bis auf etwa 8.500 Meter auf und kann dann langsam sinken.

26 Stunden in der Luft

Dass das Konzept funktioniert, zeigte Borschberg 2010, als er erstmals einen 26-stündigen Flug unternahm. Der erste internationale Flug ist es für Solar Impulse nicht: Das Solarflugzeug war im vergangenen Jahr bei der Flugschau in Paris.

Der Flug nach Rabat ist laut Solar Impulse die "letzte Generalprobe vor der im Jahr 2014 geplanten Weltumrundung". Auf dem Flug sollen die Zusammenarbeit mit den Flughäfen, die Integration des Prototyps in den Flugverkehr sowie die Wartung geprobt werden. Der Weltflug wird allerdings nicht mit der Solar Impulse HB-SIA durchgeführt, sondern mit dem größeren Solar Impulse HB-SIB. Das Solarflugzeug ist derzeit im Bau.

Weltumrundung im Ballon

Gegründet wurde das Projekt Solar Impulse von den Schweizern Piccard und Borschberg, selbst ehemaliger Pilot der Schweizer Luftwaffe. Der Psychiater Piccard hat schon Erfahrungen mit Weltumrundungen. Er ist 1999 als erster Mensch in einem Ballon nonstop um den Globus geflogen.

Piccard stammt aus einer Abenteurerfamilie: Sein Großvater Auguste Piccard hatte Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts mehrere Höhenrekorde mit einem Gasballon aufgestellt. Vater Jacques Piccard war 1960 in dem von ihm mitentwickelten Tiefsee-U-Boot Triest zusammen mit Don Walsh, einem Leutnant in der US-Marine, in den Marianengraben hinabgetaucht. In eine solche Tiefe ist erst kürzlich wieder ein Mensch vorgedrungen: Regisseur James Cameron war im März 2012 auf dem Grund des Marianengrabens.

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 Solar Impulse: Solarflugzeug fliegt nach Marokko
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wp (Golem.de) 06. Jun 2012

Ja. Solar Impulse hat 2010 schon einen Nachtflug absolviert: https://www.golem.de/1007...


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