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Jungfernflug von Solar Impulse 2 (am 2. Juni 2014): ein toller Tag
Jungfernflug von Solar Impulse 2 (am 2. Juni 2014): ein toller Tag (Bild: Solar Impulse/Screenshot: Golem.de)

Solar Impulse: Solar Impulse 2 hebt zum ersten Mal ab

Am Montagmorgen hat das Solarflugzeug Solar Impulse 2 seinen Jungfernflug absolviert. Es kreiste über zwei Stunden über dem Flughafen Payerne - weitgehend problemlos.

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Am 2. Juni 2014 ist das Solarflugzeug Solar Impulse 2 zu seinem Jungfernflug abgehoben. Mit dem Flugzeug, das am 9. April dieses Jahres enthüllt wurde, wollen Bertrand Piccard und André Borschberg, die beiden Gründer von Solar Impulse, 2015 um die Welt fliegen.

Um 5:36 Uhr hob das mit Sonnenenergie betriebene Flugzeug vom Flughafen Payerne im Schweizer Kanton Waadt ab. Am Steuerknüppel saß allerdings keiner der beiden Gründer, sondern Testpilot Markus Scherdel. Gut zwei Stunden lang kreiste er über dem Militärflughafen am Neuenburgersee. Um 7:53 Uhr landete Scherdel wieder.

Einige Vibrationen

Anfangs habe Scherdel einige Vibrationen gemeldet, berichtet die BBC. Sonst sei der Flug, bei dem das Flugzeug bis auf 1.670 Meter aufstieg, aber reibungslos verlaufen. "Das ist ein toller Tag für das ganze Solar-Impulse-Team", sagte Piccard dem britischen Rundfunk.

  • Das Solarflugzeug Solar Impulse 2 wurde am 9. April 2014 auf dem Schweizer Flughafen Payerne vorgestellt. (Foto: Solar Impulse)
  • Das Flugzeug fliegt mit Sonnenenergie. Über 17.000 Solarzellen auf der Oberseite der Tragflächen speisen vier elektrisch betriebene Propeller. (Foto: Solar Impulse)
  • Mit Solar Impulse 2 wollen André Borschberg (l.) und Bertrand Piccard 2015 rund um den Globus fliegen. (Foto: Solar Impulse)
  • Die Spannweite des Solarflugzeugs ist größer als die einer Boeing 747. (Grafik: Solar Impulse)
  • Wegen der Leichtbauweise wiegt Solar Impulse 2 aber nur 2,3 Tonnen. (Foto: Solar Impulse)
Das Solarflugzeug Solar Impulse 2 wurde am 9. April 2014 auf dem Schweizer Flughafen Payerne vorgestellt. (Foto: Solar Impulse)

Solar Impulse 2 hat eine Spannweite von 72 Metern - über 4 Meter mehr als eine Boeing 747-8I -, wiegt aber nur 2,3 Tonnen. Angetrieben wird das Flugzeug von vier Propellern, deren Elektromotoren eine Maximalleistung von je 13,5 Kilowatt haben. Die Energie dafür liefern 17.248 Solarzellen auf der Oberseite der Tragfläche. Sie speisen neben den Motoren auch noch Lithium-Polymer-Akkus in den Motorgondeln. Die Akkus machen mit 633 Kilogramm mehr als ein Viertel des Gesamtgewichts aus.

Höhe als Energiespeicher

Das Flugzeug kann bis auf eine Höhe von 8.500 Metern aufsteigen. Auf diese Weise wird - zusätzlich zu den Akkus - Energie für die Nachtflüge gespeichert: Der Pilot steigt bei Tag auf die Maximalhöhe auf und sinkt nach und nach bis auf 1.500 Meter ab. Nach Sonnenaufgang steigt er wieder. Die Höchstgeschwindigkeit wird 49 Knoten, etwa 90 Kilometer pro Stunde, auf Meereshöhe und 77 Knoten, rund 140 Kilometer pro Stunde, auf 8.500 Metern betragen.

Im März kommenden Jahres wollen Borschberg und Piccard zu ihrer Weltumrundung starten. Vom Persischen Golf wird es über das Arabische Meer nach Indien und China gehen. Danach steht die Überquerung des Pazifiks in Richtung USA an. Es folgt eine zweite Durchquerung der USA und der Überflug über den Atlantik. Es ist noch offen, ob Solar Impulse 2 auch nach Europa kommt oder ob das Solarflugzeug südlich des Mittelmeeres über Nordafrika zurück in die Golfregion fliegt.

Fünf Tage über dem Pazifik

Da das Solarflugzeug ein Einsitzer ist, werden sich Piccard und Borschberg am Steuerknüppel abwechseln. Die Etappen werden jeweils mehrere Tage dauern - die Überquerung des Pazifik voraussichtlich fünf Tage. In der Zeit sind die Piloten auf sich alleine gestellt. Um die Belastungen durchzustehen, haben die Piloten solche Mehrtagesflüge bereits auf dem Boden simuliert.

Solar Impulse 2 ist noch einmal deutlich größer als der Vorgänger, mit dem Piccard und Borschberg unter anderem 2012 nach Marokko und 2013 quer durch die USA geflogen sind: HB-SIA ist knapp 22 Meter lang, hat eine Spannweite von über 63 Metern und wiegt 1,6 Tonnen. Die vier Motoren haben eine Spitzenleistung von je 7,4 Kilowatt und werden von rund 12.000 Solarzellen mit Strom versorgt.


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