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Softwarunternehmen vs. KI: Firmenübernahmen auf dem niedrigsten Stand seit 2020

Investoren meiden Softwareunternehmen wegen der Unsicherheit, welche Programme künftig durch KI überflüssig werden könnten.
/ Mike Faust
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KI-Tools haben große Umbrüche in der Softwarebranche verursacht. (Bild: Pexels / Daniil Komov)
KI-Tools haben große Umbrüche in der Softwarebranche verursacht. Bild: Pexels / Daniil Komov

Die Übernahmen von Softwareunternehmen sind auf dem niedrigsten Stand seit der Coronapandemie. Wie die Financial Times durch die Analyse von Finanzdaten festgestellt hat(öffnet im neuen Fenster), sind die Werte von Firmenübernahmen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 auf 50 Milliarden US-Dollar gesunken – und damit auf den niedrigsten Wert für diesen Zeitraum seit dem Jahr 2020.

Einer der Gründe für die Zurückhaltung von Investoren ist die Überzeugung, dass KI weitreichende Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle von Softwareunternehmen hat. Die technologische Entwicklung macht es für Übernahmegesellschaften schwierig, zwischen Gewinnern und Verlierern zu unterscheiden.

"Solange ein Investor nicht weiß, welchen Wert ein Unternehmen nach der Einführung von KI haben könnte, ist es für ihn unmöglich, seinem Investitionsausschuss eine überzeugende Argumentation vorzulegen", sagte ein auf den Technologisektor spezialisierter Investmentbanker der Financial Times.

Konzentration auf Sektoren, die nicht weniger von KI betroffen sind

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 wurden 88 Milliarden US-Dollar an Transaktionen für Firmenübernahmen im Softwarebereich verzeichnet, das Jahr schloss mit Übernahmen im Gesamtwert von 290 Milliarden US-Dollar.

Insbesondere durch die Einführung der KI-Produktivitätstools von Anthropic Anfang des Jahres 2026 stieg die Befürchtung, dass die Geschäftsmodelle von Softwareunternehmen überflüssig werden könnten. Die Verbreitung von KI-Agenten stärkt den Trend zusätzlich, da unklar ist, ob und welche Anwenderprogramme ersetzt werden.

Analysten gehen laut der Financial Times davon aus, dass sich die Übernahmeaktivitäten auf Sektoren konzentrieren werden, die widerstandsfähiger gegenüber KI und weniger stark von KI-Auswirkungen betroffen seien.

In den 2010er-Jahren waren Softwareunternehmen ein attraktives Ziel für fremdfinanzierte Übernahmen, da wiederkehrende Umsätze und fest an das Unternehmen gebundene Kundenstämme stabile Gewinne erwarten ließen.


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