Softwarekonzern: Vertragsverlängerung und mehr Macht für den SAP-Chef

Der Vertrag von SAP-Chef Christian Klein ist vorzeitig bis April 2028 um drei Jahre verlängert worden. Das gab der Softwarekonzern am 6. Mai 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Zudem wurde Kleins Titel vom Aufsichtsrat geändert: von bislang Vorstandssprecher in Vorstandsvorsitzender.
Der Vorstandssprecher bezeichnet denjenigen im Vorstand, der gemeinschaftlich beschlossene Entscheidungen des gesamten Vorstands nach außen vertritt. Der Vorstandvorsitzende hat mehr Rechte als andere Vorstandskollegen.
"Wir danken Christian Klein für seine bisherige sehr erfolgreiche Arbeit. Mit der frühzeitigen Vertragsverlängerung und seiner Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden möchten wir seine wichtige Rolle für die weitere Entwicklung der SAP unterstreichen" , sagte Mitbegründer und Aufsichtsratschef Hasso Plattner, dessen Amtszeit in diesem Monat enden soll . Klein habe in den vergangenen Jahren nachdrücklich den Umbau von SAP zu einem Cloud-Unternehmen vorangetrieben, betonte Plattner.
Klein bekommt am meisten Geld
Klein steht bislang besonders für einen massiven Stellenabbau, einen niedrigen Lohn- und Gehaltszuwachs für die Beschäftigten und ein stark steigendes Einkommen für den Vorstand. SAP kündigte Ende Januar 2024 eine Umstrukturierung an, bei der weltweit 8.000 Stellen gestrichen werden sollen. Anfang 2023 baute SAP bereits 3.000 Stellen ab. Im Jahr 2023 stieg unter Kleins Führung laut Angaben des SAP-Betriebsrats(öffnet im neuen Fenster) das durchschnittliche Vorstandsgehalt um rund 37 Prozent von 2,7 Millionen Euro auf 3,7 Millionen Euro.
Mit 7,2 Millionen Euro verdiente Klein am meisten. "Die Gehaltserhöhung mit durchschnittlich 2,7 Prozent fängt kaum die Effekte der Inflation auf, das Wachstum der SAP wird damit nicht weitergegeben. Auch die Einmalzahlungen sinken deutlich und erreichen nicht alle Beschäftigten" , erklärte der Betriebsrat.



