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Softwarefehler: Bug verhilft Gefangenen jahrelang zu vorzeitiger Entlassung

Wegen eines Softwarebugs sind 13 Jahre lang Häftlinge in den USA vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Mit etwas Pech müssen sie nun allerdings nachsitzen.
/ Peter Steinlechner
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US-Gefängnis (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
US-Gefängnis Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Während Uli Hoeneß wohl auf seine Anwälte vertrauen kann, um möglichst frühzeitig aus dem Knast zu kommen, haben im US-Staat Washington rund 3.200 ehemalige Gefangene ihre vorzeitige Entlassung einem Softwarefehler zu verdanken. Seit dem Jahr 2002 hat das Department of Corrections(öffnet im neuen Fenster) – so heißt die zuständige Behörde – die Inhaftierten wegen des Bugs im Mittel immerhin 49 Tage zu früh in die Freiheit entlassen.

Grund war eine Art Gutschrift, die Gefangene etwa wegen guten Verhaltens oder Ähnlichem erhalten. Bei der Berechnung der Tage sei es dann nach Angaben der Verwaltung zu den Fehlern gekommen. Jay Inslee, Gouverneur von Washington, gibt sich entsetzt: "Dass dieses Problem während 13 Jahren bestanden hat, ist für mich eine totale Enttäuschung, völlig unentschuldbar und ehrlich gesagt macht es mich verrückt."

Anfang Januar 2016 soll eine Korrektur für das Softwareproblem vorliegen. Bis dahin muss die Anzahl der verbleibenden Hafttage per Hand berechnet werden. Bei den vorzeitig Entlassenen soll im Einzelfall entschieden werden, ob sie ihre rechtliche Strafe in einem Gefängnis absitzen müssen oder stattdessen etwa zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert werden.


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