Softwarefehler: BMW ruft Tausende Elektroautos zurück

Der Münchner Autohersteller BMW ruft weltweit Tausende Elektroautos vom Typ iX, i4 und i7 zurück. Die Aktion werde "aufgrund lokaler gesetzlicher Rahmenbedingungen in den USA, China, Japan und Korea als Rückruf ausgesteuert, in allen anderen Märkten handelt es sich um eine technische Aktion mit Benachrichtigung der Kunden" , teilte das Unternehmen auf Anfrage von Golem.de mit. Alleine in den USA können der entsprechenden Meldung zufolge(öffnet im neuen Fenster) rund 14.000 Fahrzeuge betroffen sein.
Da es sich in Deutschland nicht um einen offiziellen Rückruf handelt, findet sich in der Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA)(öffnet im neuen Fenster) kein entsprechender Eintrag. Der Fehler lässt sich laut BMW über ein Software-Update aus der Ferne beheben.
Laut BMW haben interne Qualitätsprüfungen ergeben, "dass es auf dem Steuergerät des Speichermanagements sporadisch zu Fehldiagnosen kommen kann. Diese führt in sehr seltenen Fällen zu einem ungeplanten Ladeabbruch oder einem Abschalten des Hochvoltsystems" . Trete der Fehler während der Fahrt auf, könne es zu einem kurzzeitigen Leistungsverlust oder zum langsamen Ausrollen des Fahrzeugs kommen.
Ein Fahrzeugneustart ermögliche jedoch die Weiterfahrt. Der Fahrer werde beim Auftreten der Fehlfunktion durch eine Check-Control-Meldung informiert. Bislang sei es wegen des Fehlers noch nicht zu Unfällen gekommen, berichtete das Magazin The Verge(öffnet im neuen Fenster) .
BMW startete in den vergangenen Jahren bereits mehrere Rückrufe für seine neuen Elektroauto-Modelle. Das betraf unter anderem auch den Akku. So mussten im vergangenen August Zellmodule ausgetauscht werden, weil die Gefahr von Kurzschlüssen bestand. Davon waren laut KBA aber nur 34 Autos in Deutschland betroffen.