Softwareentwicklung: Wird Softwareentwicklung gerade 90 Prozent günstiger?
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Dieser Text ist eine Übersetzung. Das Original des Entwicklers Martin Alderson ist am 8. Dezember 2025 erschienen und hier zu finden(öffnet im neuen Fenster) .
Ich entwickle seit fast 20 Jahren Software und habe schon viel erlebt: das Aufkommen von SaaS, von mobilen Apps, den Hype um Blockchain und das immer wiederkehrende Versprechen, dass Low Code Entwickler überflüssig machen werde.
Nun also: agentenbasierte Programmierung. Sie wird nicht nur die Softwarebranche, sondern die Wirtschaft insgesamt verändern. Das Jahr 2026 wird viele Leute überraschen.
In einem älteren Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) habe ich beschrieben, warum die Bewertungen von LLMs meiner Meinung nach einige wichtige Fortschritte nicht berücksichtigen. Jetzt – mit mehr Nachdenken und mehr Erfahrung – bin ich überzeugt, dass wir uns in der Anfangsphase eines einmaligen Wandels befinden.
Die Shipping-Kosten
Ich wurde zu einer Zeit Entwickler, in der Open Source gerade richtig groß und in der klar wurde, dass es die Kostenstruktur für die Entwicklung individueller Software verändern würde. Ich erinnere mich noch gut an die enormen Preise für SQL-Server oder Oracle. Irgendwann fing ich deswegen damit an, mit MySQL individuelle Netzwerkanwendungen zu entwickeln, ohne dafür fünf- oder sechsstellige Jahreslizenzkosten für Datenbanken zu zahlen.
Dann kam die Cloud. Sie hat ein neues Zeitalter begründet – und zwar ein, wie ich es nenne, "Komplexitätszeitalter" . Denn: Softwareentwicklung ist heute oft unnötig kompliziert. So müssen sich Entwickler beispielsweise mit sehr arbeitsintensiven Mustern wie TDD, Microservices, superkomplexen React-Frontends und Kubernetes beschäftigen.
Dass die Cloud Geld spart, bezweifle ich. Aus meiner Sicht haben wir hier in den letzten Jahren keinen nennenswerten Kostenrückgang gesehen.
Was allerdings die Arbeitskosten für Softwareentwicklung senkt, sind KI-Agenten – und zwar erheblich.
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