Softwareentwicklung: "Typing Code is absolutely over"
David Fowler, Distinguished Engineer bei Microsoft und Mitentwickler von SignalR, Nuget, Kudu sowie ASP.NET Core, hat auf der Plattform X(öffnet im neuen Fenster) erklärt, dass das manuelle Tippen von Code vorbei sei. Das berichtet Windows Latest(öffnet im neuen Fenster). Interessant in diesem Zusammenhang: Laut Satya Nadella werden bei Microsoft bereits 20 bis 30 Prozent des Codes von KI geschrieben. Fowler betont, dass Software-Engineering damit nicht ende, sondern das zeilenweise Schreiben im Editor schlicht immer mehr an Bedeutung verliere.
Veränderte Werkzeuge durch KI-Agenten
Diese Entwicklung deutete sich schon früher an, wenn auch zunächst in kleineren Schritten. Im Mai 2023 untersuchten Forscher von Harvard und Microsoft Research Visual Studio Intellicode in sieben Laborstudien(öffnet im neuen Fenster) mit 61 Programmierern. Auch Github Copilot(öffnet im neuen Fenster) bietet mittlerweile KI-Agenten, die eigenständig Umgebungen aufbauen, Repositories verändern und Pull Requests erstellen. Im Februar 2026 erweiterte Github diese Agenten um Windows-Entwicklungsumgebungen, um Projekte zu bauen, Linter auszuführen und Builds zu überprüfen. Linus Torvalds(öffnet im neuen Fenster) bezeichnete KI ebenfalls als nützliches Werkzeug für die Entwicklung.
Die von Fowler betreute Toolchain Aspire(öffnet im neuen Fenster) dient dem Erstellen verteilter Anwendungen. Version 13.1 brachte MCP-Unterstützung für KI-Coding-Agenten, während Version 13.2 eine agentenfreundliche CLI sowie Typescript-Apphost-Unterstützung ergänzte. Im April 2026 erklärte das Team, dass Aspire KI-Agenten erlaube, Dienste zu starten, Protokolle zu lesen, Telemetrie zu prüfen und Fehler ohne manuelle Eingriffe zu testen.
Sicherheit und lokale Hardware im Fokus
Eine Studie von Veracode(öffnet im neuen Fenster) ergab, dass 44 Prozent der getesteten KI-Code-Generierungen bekannte Sicherheitslücken enthielten. Microsoft setzt daher das System Mdash als KI-Scanner für Sicherheitslücken im Windows-Kernel, Hyper-V und Netzwerk-Stack ein.
Zusätzlich empfiehlt Microsoft WinUI 3 als Open-Source-Framework für native Apps und stellt Learn-Guides für Copilot bereit. Während das Juli-Update von Windows 11 insgesamt 570 Sicherheitslücken schloss, brachte ein optionales Update im August eine wählbare Startmenü-Größe. Am 4. September kündigte Microsoft ferner das Project Zenith an. Die Windows-11-Umgebung erfordert mindestens 64 GByte RAM sowie 250 GByte/s Speicherbandbreite auf AMD-Ryzen-AI-Halo-Chips, um KI-Modelle mit über 30 Milliarden Parametern lokal auszuführen.
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