Ohne die Akzeptanz der Nutzer geht gar nichts

Genauso wichtig wie das Passen auf den Prozess, die verwendete Programmiersprache und der Umfang des Projekts ist aber auch die Frage, ob die Nutzer der Software in einem Projekt diese auch akzeptieren.

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Dass schlecht passende Werkzeuge von Anwendern oft nicht akzeptiert werden, ist naheliegend. Sobald ein Tool als Krücke wahrgenommen wird, ist die Verlockung groß, die Aufgabe lieber "von Hand" zu erledigen, auch wenn das vielleicht nur subjektiv gesehen schneller geht. Noch schlimmer: Gerade im Bereich der Qualitätssicherung, zum Beispiel dem Code-Review, wird ein Lösungsvorschlag nur überflogen und durchgewunken, bevor mühsam verglichen wird, was sich überhaupt geändert hat.

Das große Problem mit der Wahrnehmung als Krücke ist aber, dass ein neues Tool gar nicht unpassend sein muss, um als solches wahrgenommen zu werden. Schon wenn die Benutzerführung nur aus dem einen Grund unlogisch erscheint, dass sie sich vom Gewohnten unterscheidet, oder gar so anders ist, dass wertvolle Entwicklungszeit für Schulungen verwendet werden muss, kann die Software als Krücke dastehen.

Viele Programmierer mit zehn Jahren Eclipse-Erfahrungen werden von IntelliJs IDEA wenig begeistert sein, wenn sie die IDE zum ersten Mal öffnen - einfach aus Gründen der Gewohnheit. Denn weil nur ein einziges Projekt in dem Fenster geöffnet ist, unterscheidet sich die Arbeitsweise so sehr von der mit Eclipse, dass anderweitig bestehende große Vorteile überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden.

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Allerdings spielt bei Kriterien wie der Akzeptanz nicht nur die Passgenauigkeit eine Rolle. Besonders beim Wechsel von einem Produkt zu einem anderen, das eine bestimmte Aufgabe erfüllen soll, gibt es immer einzelne Punkte, die das neue Produkt nicht ganz so gut kann. Da genügt manchmal ein zusätzlich nötiger Klick bei einer bestimmten Funktion, um die Anwender zu sehr zu nerven.

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Die richtigen Tools steigern die Produktivität und die Qualität

Die richtigen Werkzeuge sind also jene Werkzeuge, die auf den Prozess passen, aber auch bei den Projektbeteiligten Akzeptanz finden. Wenn beide Punkte erfüllt sind, stellen sie einen enormen Wert im Projekt dar: Sie erleichtern die Kommunikation, steigern Produktivität und Qualität, es lässt sich Dokumentation aus ihnen herausziehen, die andernfalls mühsam zusammengesucht werden muss. Und sie bieten einen Überblick über den Stand der Dinge, also ob es irgendwo hängt, oder über Probleme, auf die reagiert werden kann, bevor Krisenmeetings einberufen werden müssen.

Welche Tools im Einzelfall die perfekten sind, muss aber nach wie vor in jedem Projekt evaluiert werden - oder man nimmt einfach den Toolstack von einem vorangegangenen ähnlichem Projekt.

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 Von der (irreführenden) Idee eines einheitlichen SDLC
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sambache 18. Apr 2021

Es reicht vielen halt nicht, dass es einmal funktioniert ;-) Was ist an "in EINEM...

aLpenbog 16. Apr 2021

Jo sind meist größere Änderungen die gemacht werden, das zieht sich schon mal mehrere...

lhfwc 16. Apr 2021

Der Artikel ist auf jeden Fall ein guter Diskussionsanstoß und viele Punkte konnte ich...

Trollversteher 15. Apr 2021

Hä? Was hat der völlig unangebrachte Rant jetzt mit dem Thema/Artikel zu tun? Typisch für...

heldenhaft 15. Apr 2021

Uh... muss das so sein - bestimmt eine tolle Fehlerquelle? Aber auch da gibt es...



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