Welche Tools gibt es überhaupt?

Trotz dieser Schwierigkeiten gibt es viele KI-getriebene Assistenzprogramme, die vor allem das Programmieren unterstützen sollen. Die meisten orientieren sich an der gleichen Aufteilung, die sich schon vor KI-Assistenten herausgebildet hat. Das zeigt aber auch: Niemand spricht bisher von Revolutionen, die nur mit KI möglich wären.

Der Bereich der Code Completion-Tools

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Ein Bereich sind die Code Completion-Tools. Die Funktion, in vielen IDEs vorzuschlagen, wie der Programmcode weitergeht, ist nicht neu. Oft genügen ein paar wenige Zeichen - und Intellij Idea oder Eclipse zeigen Möglichkeiten, die Zeile zu vervollständigen, zumindest bis zum nächsten Entscheidungspunkt.

Das Ergebnis eines Aufrufs einer Variable zuzuweisen, erledigt eine Tastenkombination. Öffnet man eine Klammer, so landet der Cursor auch gleich an der richtigen Stelle zwischen einem Klammerpaar. Und nicht nur das: Es wird sich natürlich auch um das Drumherum gekümmert. In der Java-Programmierung werden Imports automatisch hinzugefügt, bei Copy & Paste einer Zeile werden sie mitgenommen und vieles mehr.

Tabnine

Für diese Funktionen gibt es bereits Konkurrenz mit KI, zum Beispiel Tabnine: Als Plugin lässt es sich in den IDEs hinzufügen und benutzt Textanalyse, um vorzuschlagen, was als nächstes vielleicht gemacht werden soll.

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Das Ergebnis sind oft größere Blöcke an vorgeschlagenem Programmcode - deutlich größer als vom Autocomplete etwa von Intellij gewohnt. Das ist beeindruckend, hätte es nicht folgenden Nachteil: Die automatische Vervollständigung der IDE kümmert sich nicht nur um die nächsten zu vervollständigenden Tokens, sondern auch um die dazu benötigten Importe. Tabnine aber komplettiert nur den Text. Zusätzliches muss von Hand nachgetragen werden.

Das kommt nicht von ungefähr: Tabnine nutzt für seine Codevervollständigung GPT-2 und basiert damit auf reiner Textanalyse. Zwar gibt es auch eine semantische Analyse, die zum Beispiel Strings als solche erkennt und entsprechende Methoden vorschlägt, aber ein Parsen des Codes passiert nicht - und dementsprechend wenig wissen die Vorschläge über das Drumherum im Projekt.

Für den Hersteller von Tabnine ist das ein Vorteil: "Da Tabnine Ihren Code nicht parst, hört es auch nicht auf zu funktionieren, weil die Klammern falsch gesetzt sind", heißt es in den FAQ.

Auf den ersten Blick positiv, ist es doch ärgerlich, wenn eine falsch gesetzte Klammer alles zum Erliegen bringt. Andererseits bedarf es aber nicht viel Kreativität, da Verbesserungspotential zu identifizieren. Man könnte ja als erstes mal vorschlagen, die fehlende Klammer sinnvoll zu ergänzen und daraufhin den Code zu verstehen. Es ist ja nicht einmal so, dass die Klammer den Programmierenden zwingend zur Bearbeitung vorgesetzt werden muss, Tabnine könnte ja einfach eine sinnvolle Position für die Klammer annehmen und die Vorschläge mit geparstem Verständnis präsentieren.

Wenig Verständnis vom Code

Da aber nicht geparst wird, heißt es in einem Erfahrungsbericht in einem Blog auch: "Will man explizit eine schon geschriebene Klasse oder Methode nutzen, kann es sein, dass Tabnine einen Textvorschlag generiert, der sich minimal von der tatsächlichen Klasse oder Methode unterscheidet: Zum Beispiel wird DayofWeek anstatt DayOfWeek vorgeschlagen."

Tabnine weiß zwar, was im Prinzip erwartet wird, hat aber wenig Verständnis vom Code. Und gerade solche minimalen Verfehlungen sind oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Dementsprechend heißt es in dem Blog auch: "Seine Stärken spielt das Werkzeug beim Schreiben von natürlichsprachlichem, technischem Text in Code-Kommentaren und Dokumentationstexten in Markdown aus."

Als problematisch wird auch angemerkt, dass die Tabnine-Vorschläge visuell vor den oftmals mächtigeren Intellij-eigenen Vorschläge priorisiert werden, die mit Codeanalyse arbeiten und deshalb zwar vielleicht nicht so ausführlich, aber eben doch richtiger sind, ohne KI-getrieben zu sein.

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derdiedas 24. Aug 2020

Für immer und ewig wird das so bleiben. Immer wenn ich Berichte von AI/KI höre fasse ich...

subjord 23. Aug 2020

Die Entwicklung geht ja eh dahin, immer hochsprachigeren Code zu schreiben. Dann kommt da...

subjord 23. Aug 2020

Beispiel: Geht es drum auf Bildern Hasen, Treppen, Ampeln oder Zweiräder zu...

Dakkaron 23. Aug 2020

Also muss man nicht nur was und wie sondern auch warum ausprogrammieren... Ui, das hilft...

Cerdo 21. Aug 2020

Mein Prof. in der theoretischen Informatik hatte mal bewiesen, dass es kein Programm...



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