Abo
  • IT-Karriere:

Softwarecenter: Appdata-Pflicht in Fedora 22

Anwendungen ohne Appdata tauchen in Fedora 22 nicht mehr im Gnome-eigenen Softwarecenter auf. Das könnte sehr viel Nicht-Gnome-Software ausschließen, zur Umsetzung bleibt aber wohl noch ein Jahr Zeit.

Artikel veröffentlicht am ,
In Fedora 22 zeigt Gnome-Software nur noch Anwendungen mit Appdata-Dateien.
In Fedora 22 zeigt Gnome-Software nur noch Anwendungen mit Appdata-Dateien. (Bild: Screenshot Golem.de)

In Gnome 3.10 integrierten die Entwickler eine Art Appstore, der schlicht Software heißt. Dieser basiert auf dem Appstream-Projekt, das vor knapp drei Jahren gestartet, aber lange Zeit nur zaghaft umgesetzt wurde. Gnome-Entwickler Richard Hughes hat die Spezifikation unter dem Namen Appdata für Gnome erweitert und macht die Umsetzung von Appdata in Fedora 22 zur Pflicht.

Stellenmarkt
  1. awinia gmbh, Freiburg
  2. Vodafone GmbH, München

Für Software, die ohne Appdata in den Fedora-Quellen zur Verfügung steht, bedeutet das den Ausschluss aus der Anzeige im Gnome-Softwarecenter. Die Anwendungen sind dann zwar weiter über die Kommandozeile installierbar, sollen aber weniger einfach von Nutzern gefunden werden.

Keine KDE-Software in Gnome?

Problematisch an dieser Entscheidung ist, dass viele Anwendungen außerhalb des Gnome-Projekts keine Appdata-Informationen enthalten und damit Nutzern verborgen bleiben werden. Das gilt derzeit vor allem für jene aus KDE oder Xfce, wie die von Hughes angelegten Statistiken zeigen, aber auch für Programme, die von kleineren Drittanbietern oder einzelnen Entwicklern bereitgestellt werden.

Hughes zufolge ist derzeit nur ein Prozent der KDE-Anwendungen mit den notwendigen Informationen ausgestattet. Aber auch im Gnome-Projekt beinhalten zurzeit nur knapp die Hälfte der Anwendungen entsprechende Daten.

Noch ein Jahr für die Umsetzung

Die einzige Möglichkeit, einem drohenden Ausschluss zu umgehen, ist, die Appdata-Spezifikation umzusetzen. Das müssten idealerweise die Upstream-Entwickler selbst leisten. Denn es besteht zwar die Möglichkeit, dass die Fedora-Paket-Betreuer die Informationen bereitstellen, das erfordere aber vermutlich einen erheblichen Mehraufwand für die Projektangehörigen. Die KDE-Community diskutierte im vergangenen November angestoßen von Hughes die Umsetzung von Appdata, wobei sich einige Entwickler sehr positiv gegenüber der Idee zeigten.

Um die Appdata-Pflicht umzusetzen, bleibt den Entwickler aber noch einige Zeit. Denn wegen Fedora-interner Umstrukturierungen wird Fedora 21 frühestens im August dieses Jahres erwartet. Fedora 22, für das Hughes die Pflicht vorsieht, wird demnach wohl erst Anfang 2015 erscheinen, sofern Fedora die bisherigen sechs Monate zum Erstellen einer neuen Version beibehält.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Lenovo Legion Y530-15ICH für 699€ + Versand - Bestpreis!)
  2. ab 99,00€
  3. (u. a. GTA 5 für 12,99€, Landwirtschafts-Simulator 19 für 27,99€, Battlefield V für 32,99€)

FedoraUser 24. Jan 2014

Danke für den Link. :)

spiderbit 23. Jan 2014

wo ist da bitte das problem bei? Oder ist dieses Softwarecenter auch das default-software...


Folgen Sie uns
       


Schneller 3D-Drucker vom Fraunhofer IWU - Bericht

Ein 3D-Drucker für die Industrie: Das Fraunhofer IWU stellte auf der Hannover Messe 2019 einen 3D-Drucker vor, der deutlich schneller ist als herkömmliche Geräte dieser Art.

Schneller 3D-Drucker vom Fraunhofer IWU - Bericht Video aufrufen
Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Kontist, N26, Holvi: Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer
Kontist, N26, Holvi
Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer

Ein mobiles und dazu noch kostenloses Geschäftskonto für Freiberufler versprechen Startups wie Kontist, N26 oder Holvi. Doch sind die Newcomer eine Alternative zu den Freelancer-Konten der großen Filialbanken? Ja, sind sie - mit einer kleinen Einschränkung.
Von Björn König


    Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro
    Motorola One Vision im Hands on
    Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

    Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.
    Ein Hands on von Ingo Pakalski

    1. Moto G7 Power Lenovos neues Motorola-Smartphone hat einen großen Akku
    2. Smartphones Lenovo leakt neue Moto-G7-Serie

      •  /