Anti-Virus: John McAfee tot im Gefängnis aufgefunden
Der US-Software-Unternehmer John McAfee ist in einer spanischen Gefängniszelle tot aufgefunden worden. Das berichteten mehrere spanische Medien, darunter El País(öffnet im neuen Fenster) , unter Berufung auf die Polizei. Eine Beteiligung Dritter am Tod des 75-Jährigen werde derzeit ausgeschlossen, hieß es.
McAfee war durch das gleichnamige Antivirus-Unternehmen bekanntgeworden. Schon seit 1994 war er allerdings nicht mehr an seiner Firma beteiligt, die Intel übernommen hatte.
Kurz vor seinem Tod stimmte das Oberste Gericht Spaniens seiner Auslieferung in die USA zu. Der Unternehmer sollte sich dort wegen Steuerhinterziehung verantworten. Er hätte noch Berufung gegen die Auslieferungsverfügung einlegen können.
McAfee war seit 2020 in Spanien in Haft . Ihm wird vom US-Bundesstaat Tennessee vorgeworfen, Einnahmen nicht versteuert zu haben, die durch den Rechteverkauf an seiner Lebensgeschichte erzielt wurden. Im Falle einer Verurteilung hätten McAfee bis zu 30 Jahre Haft gedroht.
McAfee schon mehrmals im Konflikt mit der Justiz
US-Ermittler warfen McAfee und seinem ebenfalls angeklagten Berater und Leibwächter vor, Millionen von US-Dollar durch Gaunereien mit Kryptowährungen erschwindelt zu haben.
2012 hatte McAfee durch eine abenteuerliche Flucht durch den Dschungel Schlagzeilen gemacht, als nach der Ermordung seines Nachbarn in Belize nach ihm gefahndet worden war.
Anmerkung der Redaktion:
Golem.de berichtet sehr behutsam über das Thema Suizid. Denn es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte Arten der Berichterstattung durch Identifikation Nachahmungstaten zur Folge haben, gerade wenn der Betroffene eine prominente Person ist. Haben Sie selbst Suizidgedanken oder suchen Hilfe als Angehöriger, finden Sie professionelle Hilfe etwa bei der Telefonseelsorge unter den Rufnummern 0800/1110111 und 0800/1110222 oder im Internet. Weitere Informationen finden Sie über die Seiten(öffnet im neuen Fenster) der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.
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