Software: SAP gibt 886 Millionen Euro für Stellenabbau aus

Trotz guter Ergebnisse erzielt SAP Verluste durch ein Abfindungsprogramm. "Wir haben ein starkes Kerngeschäft", sagte der Konzernchef.

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SAP-Sitz in Walldorf
SAP-Sitz in Walldorf (Bild: SAP)

Durch hohe Kosten für Abfindungen hat SAP Verluste erwirtschaftet. Wie der Softwarekonzern am 24. April bekanntgab, lag der Verlust bei 108 Millionen Euro nach 708 Millionen Euro Gewinn im Vorjahreszeitraum. Für den Stellenabbau, den SAP ein Restrukturierungsprogramm nennt, wurden 886 Millionen Euro ausgegeben.

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Dazu kommen den Angaben zufolge Kosten für Qualifizierungen, Übernahmen und Aktienoptionen. Der Stellenabbau soll von 2020 an jährlich 750 bis 850 Millionen Euro einsparen. SAP hatte Ende Januar ein Restrukturierungsprogramm angekündigt, bei dem voraussichtlich rund 4.400 Beschäftigte den Konzern verlassen sollen, darunter 1.000 bis 1.200 in Deutschland.

Die Umsätze kletterten um 16 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Ohne Restrukturierungskosten stieg der Gewinn an, Vorstandschef Bill McDermott erhöhte die Gewinnprognosen. Der Cloud- und Software-Auftragseingang wuchs um 17 Prozent.

Keine neuen Übernahmen

"Wir haben ein starkes Kerngeschäft, das schnellste Wachstum in der Cloud unter den großen Anbietern von Unternehmenslösungen und ein beeindruckendes Wachstum beim Betriebsergebnis (Non-IFRS). Wir konzentrieren uns darauf, die Leistungsfähigkeit und Effizienz der SAP weiter zu verbessern, um die Marge in den kommenden Quartalen deutlich steigern zu können", erklärte McDermott.

Nach den jüngsten Milliardenübernahmen wolle sich SAP aber nun auf organisches Wachstum konzentrieren, sagte McDermott. Größere Übernahmen stünden derzeit nicht zur Debatte.

SAP erwarb zuletzt in den USA Qualtrics International für 8 Milliarden US-Dollar. Das Marktanalysen-Startup wurde wenige Tage vor dem geplanten Verkauf von Aktien vom Markt genommen. Die Akquisition war nach dem Kauf von Concur Technologies für 8,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 die zweitgrößte Übernahme von SAP.

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kellemann 24. Apr 2019

Man sollte schon bedenken das wir hier, dank deutscher Gesetze, von Abfindungen sprechen...


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