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Software-Rollout: Microsoft stoppt automatische Copilot-Installation

Nach Datenschutzkritik und Kurskorrekturen setzt Microsoft die automatische Verteilung der Copilot -App für Microsoft-365-Nutzer vorerst aus.
/ Nils Matthiesen
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Microsoft stoppt Copilot-Zwangsinstallation. (Symbolbild) (Bild: Stephen Brashear/Getty Images)
Microsoft stoppt Copilot-Zwangsinstallation. (Symbolbild) Bild: Stephen Brashear/Getty Images

Microsoft hat die automatische Installation der Microsoft-365-Copilot-App auf Windows-Geräten gestoppt, berichtet etwa Bleeping Computer(öffnet im neuen Fenster) . Betroffen sind Systeme, auf denen die Desktop-Client-Apps von Microsoft 365 installiert sind. Die Copilot-App dient als zentraler Einstiegspunkt für KI-gestützte Funktionen innerhalb der Office-Suite, darunter Word, Excel und Powerpoint.

Der erzwungene Rollout begann ursprünglich Anfang Dezember. Laut einer Ankündigung sollte die Verteilung für Geräte außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) bis Mitte Dezember abgeschlossen sein. Nun verwarf das Unternehmen diese Pläne jedoch temporär. In einem Update im Microsoft 365 Message Center bestätigte das Unternehmen, dass die für Dezember 2025 geplante automatische Installation vorerst deaktiviert wurde. Administratoren können die App weiterhin manuell bereitstellen.

Abgesagte Systemintegrationen

Die Kurskorrektur geht über die bloße App-Verteilung hinaus. Microsoft verwarf endgültig(öffnet im neuen Fenster) seine Pläne zur tiefen Integration von Copilot in die Windows-11-Einstellungen, die Systembenachrichtigungen und den Datei-Explorer. Diese Features wurden bereits 2024 von Microsoft-EVP Yusef Mehdi angekündigt, jedoch nie in einer Vorschauversion ausgeliefert(öffnet im neuen Fenster) .

Im Gegensatz zu diesen gestrichenen System-Features bleibt die im September 2025 angekündigte Integration von Copilot-Agenten in die Edge-Seitenleiste nach aktuellem Stand bestehen. Microsoft bietet zudem seit Januar eine neue Richtlinie (RemoveMicrosoftCopilotApp) an, mit der IT-Admins Copilot von verwalteten Geräten via Intune oder SCCM vollständig entfernen können.

Hintergrund: Der Recall-Effekt

Der Strategiewechsel folgt anscheinend auf massiven Gegenwind gegen das KI-Tool Windows Recall . Cybersicherheitsexperten stuften Recall als erhebliche Datenschutzbedrohung ein, was Microsoft dazu zwang, seine KI-Integrationen grundlegend zu überdenken. Während die Integration in Produktivanwendungen für zahlende Business-Kunden (Word, Excel, Onenote) weiter vorangetrieben wird, scheint die weitreichende Verzahnung mit der Windows-Benutzeroberfläche aufgrund der Sicherheitsbedenken gestoppt.

Warum genau der aktuelle Rollout der 365-App pausiert wurde, lässt Microsoft offiziell allerdings offen. Sobald die Verteilung wieder aufgenommen wird, erscheint die App standardmäßig wieder im Startmenü, sofern Admins kein Opt-out über das Apps Admin Center vornehmen.


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