Keine direkte Kommunikation

Eine weitere große Überraschung nach dem Projektstart war die fehlende Kommunikation. In meinen früheren Projekten haben wir immer über Teamgrenzen hinweg direkt mit Technikern und Ingenieuren gesprochen, um Probleme besser verstehen und lösen zu können. Zu meiner Überraschung ließen unsere Entwickler das ausdrücklich nicht zu.

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Gemäß der Richtlinien der Firma hatten wir nur einen Ansprechpartner, eine Projektmanagerin ohne Programmierfachkenntnisse. Trotz unserer Bitten durften wir nicht direkt mit den Entwicklern Kontakt aufnehmen, die an dem Projekt arbeiteten. Außerdem weigerte sich die Projektmanagerin auch, in Echtzeit über Chat zu kommunizieren. Sie bestand darauf, alles per E-Mail abzuwickeln.

Mit der Zeit führte dies zu großen Kommunikationsproblemen. Immer wenn die Entwickler eine Frage hatten oder etwas nicht wussten, schickten sie ihre Frage an die Projektmanagerin. Sie sammelte alle Fragen und schickte mir am Ende des Arbeitstages eine lange E-Mail. Meine Antwort sahen sie erst zu Beginn ihres nächsten Arbeitstages.

So brauchte selbst eine einfache Frage und Antwort 24 Stunden, um bearbeitet zu werden. Kompliziertere Diskussionen nahmen mehrere Tage in Anspruch, statt in einer 30-minütigen Chat-Sitzung besprochen und geklärt zu werden. Glücklicherweise erkannte die Firma gegen Ende des Projekts endlich, wie ineffizient dieser Prozess war und gab uns einen direkten Kontakt zu ihren Entwicklern. Leider war es da schon zu spät.

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Wir wussten schon zu Beginn des Projekts, dass dies ein großes Problem werden könnte. Man versicherte uns aber, dass es nicht so kommen werde. Natürlich war es am Ende doch so. Es ist einfach sehr schwierig, agil zu sein, wenn man nur über eine E-Mail pro Tag kommunizieren darf.

Große Verzögerungen

Leider hatten die oben genannten Probleme reale Auswirkungen auf den Zeitplan: Was als Zwei-Monats-Projekt geplant war, dauerte am Ende sieben Monate. Das war schlecht für uns, da wir viele potenzielle Benutzer verloren, die nicht auf den Start warten konnten.

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Rückblickend waren diese Verzögerungen überhaupt nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass es unseren Entwicklerin an technischem Fachwissen mangelte, sie auf einer Wasserfall-Methode bestanden und sich weigerten, direkt über Chat oder Telefonanrufe zu kommunizieren. Aber ich vermute, dass das nicht die einzigen Probleme waren.

Ich denke vielmehr, dass sie zwischendurch andere Projekte hatten, die sie für lukrativer hielten, und deshalb die Arbeit, die sie eigentlich für uns machen sollten, herunterstuften. Das war vermutlich auch der Grund, warum sie mitten im Projekt einen großen Personalwechsel in ihrem Entwicklerteam vorgenommen haben.

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NoGoodNicks 01. Jul 2021

Mir sagt der ganze Artikel, dass er vermutlich aus Indien berichtet. Warum? - Lohnniveau...

scrumdideldu 12. Jun 2021

Ich habe nichts zum Preis geschrieben! Ich schriebe nur dass der Firmengründer zahlreiche...

osion 08. Jun 2021

Es ist bekannt das Asiaten alles können, aber alles nur viel blabla ist.

Niaxa 03. Jun 2021

Das verdient man bei 160 Stunden und 25¤ hier aber nicht. Zumindest wenn das Unternehmen...



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