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Software-Patente: Microsoft tritt Linux-Patent-Pool bei

Das Open Invention Network ist gegründet worden, um Angriffe gegen Linux über Patentstreitigkeiten abwehren zu können. Als eines der letzten großen Unternehmen tritt nun auch Microsoft bei und bringt 60.000 Patente ein.

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Linux-Hersteller haben jetzt Zugriff auf die Patente von Microsoft.
Linux-Hersteller haben jetzt Zugriff auf die Patente von Microsoft. (Bild: Vesa Moilanen/AFP/Getty Images)

Mit dem Patentkonsortium Open Invention Network (OIN) verfolgt die Linux-Community zwei grundlegende Ziele. Einerseits sollen Patente offen und gemeinschaftlich geteilt werden, um die Entwicklung von Applikationen für und auch Linux selbst zu fördern. Andererseits dient der Patentpool auch als möglicher Schutz vor möglichen Klagen und Patentstreitigkeiten. Microsoft ist nun dem OIN beigetreten und steuert rund 60.000 Patente bei. Vergangene Woche ist Microsoft bereits dem Lot-Network beigetreten, das ebenfalls einen Patentpool mehrerer Unternehmen verwaltet und vor allem vor sogenannten Patenttrollen schützen soll.

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"Wir wissen, dass die Entscheidung von Microsoft, dem OIN beizutreten, für einige als überraschend angesehen werden kann. Es ist kein Geheimnis, dass es in der Vergangenheit zwischen Microsoft und der Open-Source-Community Spannungen zum Thema Patente gegeben hat. Für andere, die unsere Entwicklung verfolgt haben, hoffen wir, dass diese Ankündigung als der nächste logische Schritt für ein Unternehmen angesehen wird, das Kunden und Entwicklern zuhört und sich fest für Linux und andere Open-Source-Programme einsetzt", schreibt der stellvertretende Chef-Justitiar von Microsoft, Erich Andersen, zu der Ankündigung.

Tatsächlich hat sich Microsoft in den vergangenen Jahren vor allem unter der Führung von Satya Nadella abseits seines Windows-Geschäfts immer mehr zu einem auf Entwickler fokussierten Unternehmen gewandelt. Dazu gehören nicht nur Dienstleistungen rund um Open-Source-Code, sondern eben auch die Offenlegung eigener Technologie wie etwa .Net Core und eine stärkere Interaktion mit der Open-Source-Community.

In der Vergangenheit hat Microsoft seine Patente zum Dateisystem FAT eingesetzt, um diese gegen Android-Hersteller durchzusetzen, und dabei angeblich mehrere Milliarden US-Dollar im Jahr durch Lizenzen eingenommen. Dank des Beitritts von Microsoft zum OIN könnten derartige Auseinandersetzungen künftig der Geschichte angehören. Darüber hinaus wäre es auch möglich, dass etwa der Treiber für das Dateisystem exFAT in den Hauptzweig des Linux-Kernels integriert wird. Der Treiber erschien ursprünglich als Leak von Samsung-Code auf Github und wurde schließlich GPL-konform wiederveröffentlicht. Bisher steht ein exFAT-Treiber für Linux üblicherweise nur als FUSE-Treiber bereit.

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Anonymer Nutzer 12. Okt 2018

Die Erkenntnis, dass man diesen Kampf nicht gewinnen kann, ist rel spät gekommen. Aber...

schap23 11. Okt 2018

Mal abgesehen, daß es das schon gibt (für IoT) und Windows wie Azure sich gut mit Linux...


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