Software-Patente: Huawei tritt Linux-Patent-Pool bei

Das Open Invention Network soll Angriffe gegen Linux abwehren. Huawei könnte damit aber auch Geld einsparen.

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Huawei ist dem OIN beigetreten.
Huawei ist dem OIN beigetreten. (Bild: REUTERS/Toby Melville)

Der Telekommunikationsausrüster Huawei ist dem Patentkonsortium Open Invention Network (OIN) beigetreten, wie die Organisation mitteilt. Mit dem OIN verfolgt die Linux-Community zwei grundlegende Ziele. Einerseits sollen Patente offen und gemeinschaftlich geteilt werden, um die Entwicklung von Applikationen für und auch Linux selbst zu fördern. Andererseits dient der Patentpool auch als Schutz vor möglichen Klagen und Patentstreitigkeiten.

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Der Schritt mag für Außenstehende ungewöhnlich erscheinen. Immerhin nimmt Huawei sehr viel Geld über die Lizenzen für Immaterialgüterrechte ein und stieg im vergangenen Jahr sogar zum größten Patentanmelder in Europa auf. Der freie Austausch von Patenten passt da bei einer oberflächlichen Betrachtung nur schwer zum Geschäft. Für Huawei sollte der Schritt aber durchaus massive Vorteile bieten.

Der CEO der OIN, Keith Bergelt, gibt einen Einblick, welche Bereiche für Huawei in dieser Kooperation wohl besonders wichtig sind: "Linux-basierte Plattformen, einschließlich der Linux Foundation Networking-Projekte wie OPNFV und ONAP, ermöglichen es Dienstanbietern und Unternehmen, neue Funktionen in Cloud-Umgebungen und SDNs in beispiellosem Tempo bereitzustellen." Ein großer Teil der Software zum Betrieb moderner Mobilfunk-Netze nutzt diese Techniken.

Darüber hinaus ist Huawei inzwischen regelmäßig eines der Unternehmen mit den meisten Beiträgen zum Linux-Kernel. Der bei Huawei für die Immaterialgüterrechte zuständige Jianxin Ding sagte dazu: "Linux und Open Source sind wichtige Technologien, die wir entwickeln und in Carrier und Unternehmen auf der ganzen Welt integrieren."

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Zusätzlich zu der nun erweiterten Kooperation von Huawei mit der Linux-Community könnte das Unternehmen von dem OIN-Beitritt aber auch teilweise finanziell profitieren. So umfassen die damit verbundenen Patent-Lizenzen etwa auch das Dateisystem Exfat von Microsoft sowie viele andere Patente von Herstellern im Bereich des Mobilfunks. Zumindest für den Einsatz von Android könnte Huawei dank der OIN nun eine Vielzahl von Patenten kostenlos nutzen können, für die das Unternehmen zuvor noch bezahlen musste.

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