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Software: Microsofts Open Service Mesh ist quelloffen

Das Open Service Mesh soll von der Microsoft-Community erweitert werden. Auch die Grundlagen des Produkts sind größtenteils quelloffen.
/ Oliver Nickel
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Microsofts Service-Mesh hält die Software-Infrastruktur zusammen. (Bild: Pixabay.com)
Microsofts Service-Mesh hält die Software-Infrastruktur zusammen. Bild: Pixabay.com / CC0 1.0

Microsoft hat das Open Service Mesh(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein quelloffenes Service Mesh(öffnet im neuen Fenster) , mit dessen Hilfe diverse Microservices in Unternehmensumgebungen untereinander kommunizieren können. Das OSM wird cloudbasiert auf Microsofts Azure-Servern und mit dem ebenfalls quelloffenen Envoy-Proxy ausgeführt. Die Basis der Software läuft auf dem recht weit verbreiteten Containerorchestrierungstool Kubernetes. Für den Betrieb ist ein entsprechender Kubernetes-Cluster mit Version 1.15.0 oder neuer erforderlich.

OSM teilt sich in zwei verschiedene Ebenen auf: Die Data Plane führt Zugriffskontrollrichtlinien aus, setzt Routing-Richtlinien zwischen den verschiedenen Microservices um und sammelt Metriken, die von den Diensten etwa für Fehlerfindung zurückgegeben werden.

Über die Control Plane werden Regeln auf der Data Plane kontinuierlich aktualisiert und deren Zustand in regelmäßigen Intervallen geprüft, damit die Data Plane mit möglichst wenig Downtime weiterlaufen kann. Konfigurationen können Unternehmen über das Service Mesh Interface (SMI) durchführen.

Mailing-Listen und Community-Calls

Microsoft ermutigt die Community dazu, sich an dem Open-Source-Projekt zu beteiligen. Bisher gibt es etwa eine Mailing-Liste. Außerdem werden Pull-Requests und Issues im auf Github veröffentlichten Repository(öffnet im neuen Fenster) zusammengefasst. Künftig will Microsoft einen eigenen Slack-Channel und öffentliche Community-Calls zum Produkt einführen. Bisher wurden diese beiden Punkte aber noch nicht umgesetzt.

Auf Github stellt das Unternehmen eine Demokonfiguration von OSM bereit. Dazu wird eine Anleitung für das Einrichten der Software geliefert. Interessierte können sich OSM also zunächst testweise anschauen. Das ist für einen praktischen Einsatz sinnvoll, schließlich sind Service Meshes ein wichtiger Bestandteil der Softwareinfrastruktur von Unternehmen, die auf Microservices setzen.


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