Syntax-Highlighting und Auto-Complete in VS Code

Beim Anklicken von Java-Dateien im frisch generierten Projekt legt uns VS Code nahe, die Erweiterung Java Extension Pack zu installieren.

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Als nächste Aufgabe bietet sich das Anlegen einer neuen Klasse an. Dies geschieht mit File > New File über das Menü - und lässt leider den Komfort von IntelliJ oder STS vermissen.

Die neue Datei ist komplett leer, Klassendefinition und Paket müssen von Hand eingetippt werden. Zum Test wird hier ein einfacher Spring Controller angelegt, der bei Aufruf von / mit "Hello World" antwortet:

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  1. package com.example.demo;
  2.  
  3. @Controller
  4. public class MyController {
  5. @GetMapping("/")
  6. @ResponseBody
  7. public String home() {
  8. return "Hello World";
  9. }
  10. }

Beim Tippen des Codes fällt sofort auf, dass das Syntax-Highlighting von Java-Klassen für VS Code kein Problem darstellt. Auch das Auto-Vervollständigen funktioniert anstandslos. Tippt man beispielsweise das "re" von return, schlagt der Editor gleich das komplette Schlüsselwort vor. Mit der Return-Taste kann es übernommen werden.

Analog funktioniert das Vorschlagen von passenden Methodenaufrufen nach dem Einfügen eines Punktes hinter einem Objekt. Im Codestück oben fehlen noch Importe, die Annotationen werden deshalb von VS Code rot unterstrichen. Sie lassen sich bequem in der Problems-View unter dem Code-Editor mit Hilfe des Kontextmenüs (Import ...) hinzufügen.

Dashboard, bitte melden!

Danach kann das Projekt gestartet werden. Dazu wird die Klasse mit der main-Methode selektiert und der Run-Pfeil in der Toolbar rechts oben benutzt. In der Terminal-View unter dem Editor laufen der vertraute Spring-Boot-Schriftzug in ASCII-Art und die dazugehörigen Logausgaben durch. Der Browser begrüßt uns ordnungsgemäß mit einem freudigen "Hello World" nach Aufruf von localhost:8080. Beenden lässt sich die Anwendung über den Kill-Terminal-Button in der Terminal-View.

Eine wichtige View in der STS ist das Spring-Boot-Dashboard, mit der sich Spring-Boot-Services starten und stoppen lassen und aus der leicht ersichtlich ist, welche Services gerade auf welchem Port laufen. Das Spring Boot Dashboard ist auch als Erweiterung für VS Code erhältlich, verhielt sich aber im Test unzuverlässig. Mal wurde die Anwendung gelistet, mal nicht. Nach dem Start des Projekts über das Dashboard ging die Verbindung zur laufenden Anwendung verloren, so dass sie nicht mehr über das Dashboard gestoppt werden konnte. Das funktioniert in der Spring Tool Suite ganz klar besser.

Spring Boot 2: Moderne Softwareentwicklung mit Spring 5

Dafür funktioniert ein anderes wichtiges Werkzeug out of the box: nämlich die DevTools, die Features wie die Deaktivierung des Cache zur Entwicklungszeit, einen schnellen Tomcat-Restart nach Codeänderungen oder Hot Reload im Browser beinhalten. Den schnellen Restart kann man in VS Code bewundern, wenn man den Code im Controller ein wenig anpasst und dann die Datei speichert:

  1. public String home() {
  2. String answer = "Hello World";
  3. return answer;
  4. }

Nach dem Speichern sieht man in der Konsole, wie der Tomcat-Server aktualisiert wird. Das funktioniert also problemlos.

Debugging, Refactoring und Versionsverwaltung

Links neben den Zeilennummern lassen sich im Editor-Fenster Breakpoints setzen. Startet man nun die Anwendung im Debug-Mode (der Run-Pfeil mit dem Käfer in der Toolbar) und ruft die URL im Browser auf, wird am Breakpoint angehalten. Am oberen Bildschirmrand finden sich die gängigen Debug-Aktionen wie Step over, Step into usw. Wählt man die Run-Ansicht in der Activity Bar links aus, findet man dort auch die Variableninhalte, den Call Stack und eine Auflistung der Breakpoints. Einer ordentlichen Käferjagd steht also nichts im Weg.

  • Die Abfrage der Projektparameter im Kommandopaletten-Wizard (Screenshot: Dirk Koller)
  • Das generierte Projekt in Visual Studio Code (Screenshot: Dirk Koller)
  • Debugging einer Spring-Boot-Anwendung mit VS Code (Screenshot: Dirk Koller)
Debugging einer Spring-Boot-Anwendung mit VS Code (Screenshot: Dirk Koller)

IntelliJ ist bekannt für die tollen Refactoring-Möglichkeiten, zumindest werden diese gerne als Entscheidungskriterium für die IDE angeführt. Hier kann VS Code ohne Zweifel nicht mithalten, bietet aber eine solide Zusammenstellung der wichtigsten Patterns. Man findet sie hier.

Die SCM-Unterstützung von VS Code dagegen gehört zu den besten und soll hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden. In der Activity Bar links findet sich die Ansicht Source Control, mit der sich ein Git-Repository für das Projekt aktivieren und die gängigen Befehle wie Tag, Pull oder Stash ausführen lassen. Die Dateien werden entsprechend ihrem Status farblich gekennzeichnet, der aktive Branch findet sich ganz unten in der Status Bar. Heimspiel für VS Code, das kann man kaum besser machen.

Fazit

Das Fazit nach diesem ersten Test fällt ganz klar positiv aus. Java-Entwicklung mit Spring Boot in VS Code funktioniert, und zwar besser als gedacht! Klar, es gibt kleinere Probleme wie das erratische Dashboard. Aber im Großen und Ganzen traten keine echten Hindernisse auf.

Wer ohnehin VS Code für Javascript-Projekte nutzt, kann auf jeden Fall die ersten Schritte in Spring Boot mit VS Code unternehmen. Aber auch für gestandene STS- oder IntelliJ-Freunde ist VS Code einen Blick wert.

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 Software-Entwicklung: Spring Boot meets Visual Studio Code
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